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Da ich bei diesen horrenden Temperaturen nicht mal an Training zu Tage denken brauche, bin ich gezwungen momentan immer nachts zu trainieren. Intervalltraining bei Nacht ist nicht ganz so das Ideale. Hatte ich auch schon auf der Aschebahn - das schult unheimlich die Koordination aber lenkt fast zu sehr von den Intervallen selbst ab.

In Vorbereitung auf die Vattenfall City Night musste trotzdem heute unbedingt die Tempohärte trainiert werden. Ich habe mich also für einen TDL auf meiner Standardrunde (11,5km) entschieden. Vorher natürlich schön fleißig gedehnt, erst mal ne Runde um den Block warm laufen und dann ab die Post. Zügig, aber immer schön brav unter der anaeroben Schwelle bei 88% HFmax, damit ich morgen auch fit für meinen längeren GA1 Lauf bin. Den Wettkampf am Samstag werde ich versuchen mit 93-94% laufen.

Ich bin mit der Zeit heute allerdings nicht ganz zufrieden; mag wohl aber auch mit am Wetter liegen - es hatte um 0:00 Uhr immer noch was weiß ich wie viel Grad.

Fazit: 11,5 km in 00:50:38 bei 88% HFmax. (Pace = 4:24 min/km)

Angestrebt war Pace < 4:20 < 90% HFmax

Egal am Samstag unter Wettkampfbedingunen sieht das alles wieder ganz anders aus. Mal schauen, wieviele meiner Ziele ich erreichen werde. Diese sind wie bei jedem meiner WKs vier Stück:

1) < 44 ist Pflicht
2) < 43 wäre schön
3) < 42 wäre super
4) < 40 Traumziel, fast nicht zu schaffen mit meinem Trainingsstand

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Trainingslauf?

Das verstehe ich mal nicht so ganz? Wieso nicht mit der Zeit zufrieden? Du läufst doch auf 10km mit dieser Zeit unter 45min... Fürn Trainingslauf ist das eigentlich schon viel zu schnell. Vor allem so kurz vorm Wettkampf.

Ich habe mich vielleicht

etwas unglücklich ausgedrückt. Natürlich ist die Zeit auf die Distanz in Ordnung (ist ja auch nicht der Wettkampf) aber ich hatte nach den vergangenen Trainingseinheiten gehofft mittlerweile mit meiner Leistung schon woanders zu stehen und da ich den (Trainings-)Lauf m.E. gestern nicht ausgereizt habe - ich wollte ihn wie gesagt mit 90% im HM-Wettkampftempo laufen - bin ich etwas unzufrieden. So ein TDL schlaucht mich zudem auch wesentlich weniger als ein Intervalltraining. Diese laufe ich meistens mit 95%.

Mir geht es heute absolut super. Keine schweren Beine oder sonst was. Ich bin aber auch noch am rumspielen. Ich laufe seid Februar diesen Jahres und lerne erst noch meinen Körper in diesem Bereich kennen. Bis jetzt bin ich aber so ganz gut gefahren.

Gruß SZ

Mal ehrlich

So ein Lauf bringt Dir so kurz vor dem Wettkampf nichts mehr - außer schweren Beinen am Renntag, wenn Du Pech hast (scheinst Du ja wenigstens nicht zu haben). Der Trainingseffekt für das Rennen ist aber null, weil Dein Körper drei Wochen braucht, bis sich die Verbesserung bemerkbar macht. Über den Ku'damm wirst Du am Samstag sicher trotzdem ordentlich laufen.

Ansonsten: Letzte längere intensive Belastung etwa 11, 12 Tage vor dem Rennen, danach nur noch antippen. Ich habe zum Beispiel am Freitag 5000 auf der Bahn gemacht, am Montag nochmal 10 mal 400. Vor dem Marathon bieten sich fünf Tage vorher 4 mal 1000 im Renntempo an, zwei Tage vorher ein paar kurze Steigerungen oder 5 mal 1 Minute Renntempo.

Ich nehme die City-Nacht als Trainingslauf für den HM im Grunewald zwei Wochen später. Mitte nächster Woche gibt es dafür noch einmal Intervalle oder einen kleinen Tempolauf als letzte Belastung.

Übrigens: Zwei deutsche Olympia-Teilnehnerinnen proben in Berlin für den Marathon in Peking (ist wohl auch am 17.).
Manche Marathonis nehmen bei Olympia die 10 000 Meter als Wettkampftraining für den großen Lauf.

Viele Grüße, viel Erfolg
Docrob

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