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Gestern wäre eigentlich Tanztraining angesagt gewesen, doch das Mädel, das den Schlüssel zu unserem Trainingsraum hat, ist einfach nicht erschienen. Offensichtlich hatte sie nun ebenfalls die Sommergrippe erwischt, nachdem sich auch ihr Kreislauf harmonisch-synchron mit meinem am Sonntag auf der Bühne gedreht hatte. Für den ahnungslosen Zuschauer hatte das jedoch den Anschein, dass das so sein musste. Es lebe die Improvisation!

Nachdem ich mit meinen Tanzfreundinnen wie bestellt und nicht abgeholt labernd vor der Tür gestanden hatte, ging bei mir die Improvisation weiter. Montags ist eigentlich die härteste Trainingseinheit, nämlich die Laufpause, angesagt. Da ich selbige bereits am Samstag hatte und nach dem ausgefallenen Tanztraining noch jede Menge Energie überschüssig hatte und die Unwetterwolken sich zwischenzeitlich entleert hatten, entschloss ich mich spontan zu einem längeren Läufchen. Bis zum Einbruch der Dunkelheit könnte ich es schaffen, dachte ich.

Nachdem mein Mann mitbekam, dass ich eine neu entdeckte Strecke laufen möchte, sorgte er höchstpersönlich dafür, dass ich mein Handy mitnahm. Mein Orientierungssinn ist mit Verlaub gesagt - zumindest ab und zu - suboptimal.
Auf der neuentdeckten Laufstrecke war nichts, aber auch gar nichts los. Nicht gerade viel für 25 km! Das war fast schon ein Kulturschock für mich mittlerweile fast schon lauferlebnisverwöhnte Nudel. Erfreulich war jedoch die gelebte Völkerverständigung mitten in der Prärie. Ein kleiner Pulk (die Anzahl der Menschen entsprach der Anzahl der Hunde) machte einen Spalier, so dass ich weiterlaufen konnte. Auf der einen Seite ein paar Landsleute, auf der anderen vermutlich Italiener, hüben wie drüben die Hunde (alle gleicher Rasse) brav „Platz liegend“. Schade, dass ich keine Kamera dabei hatte! Die unvermeidlichen Nacktschnecken durften natürlich auch nicht fehlen, wobei man nun die Resultate der kollektiven Tête-à-Têtes bewundern konnte. Vor lauter langer Weile begann ich, mir Namen für den Schneckennachwuchs zu überlegen, was ich jedoch im Hinblick auf den exorbitanten Bedarf schnell wieder aufgab. Ab und zu kreuzte auch ein Walker, sei es mit oder ohne Handy, meinen Weg. Aber sonst war absolute tote Hose angesagt. Es war ja auch kein einziges Waldstück dabei, fällt mir gerade erst jetzt auf! Fast die ganze Strecke ging’s nur über Feldwege. Die beschaulichen Städtchen Renningen und Weil der Stadt nahmen sich dagegen regelrecht metropolitisch aus. Bei Ersterem lief ich der untergehenden Sonne und bei Letzterem dem "pulsierenden" Nachtleben entgegen. Die letzten 5 km musste ich mich tempomäßig am Riemen reißen, denn ich musste ja noch nach MagnumClassichome kommen, bevor es stockdunkel wurde. So hatte ich sogar noch einen kleinen Hauch von Abenteuer.

Dieser Lauf war für mich mental eine echte Herausforderung. Ein Marathon ist eben kein Quassellauf, d.h. auch das Klappehalten über einen längeren Zeitraum will trainiert sein!

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Namen...

Mich würde ja mal die Namensgebung für den Nacktschneckennachwuchs interessieren - mhmm, Glischi und Trischti?

Übrigens erzählte mir gestern beim Training einer, dass er am Sonntag seinen ersten HM gelaufen sei, knapp über 2 h. Und dass er sich fast die ganze Zeit super mit einer anderen Mitläuferin unterhalten habe... Als ich dann vorsichtig andeutete, dass er ja schneller hätte laufen können, wenn er die Klappe gehalten hätte, deutlich unter 2 h sogar, meinte er dass das aber doof wäre, da müsse er dauernd Selbstgespräche mit dem Schweinehund führen. Hmmm... ob er beim Marathon dann auch eine/n nette(n Mitläufer/in zum Quatschen findet?!

Ich dachte z.B. eher

an Schleimi, Schlonzi und Rotzi!

laufend fit und gut drauf!

hübsch wäre auch....

Schmatz, Glibber, Superdämpfi...

Siehste wohl...und ich geh vorsichtshalber gar nicht laufen, wenn ich die Strecke nicht kenne...
Am liebsten fahre ich die vorher mit dem Radl ab...

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...gar nicht verrückt, ist auch nicht normal...

Quassellauf

Hi MC,
bekomme ich die offizielle Erlaubnis von Dir, den letzten Satz auf ein Stück Pappe zu schreiben und Nezzwerker bei einem unserer nächsten Läufe unter die Nase zu halten:-))?
Und Renningen ist doch ein schöner Ortsname, viel besser als Luschendorf:-)
Gruß, Marco
You´ll never quassel alone

Wenn's was nutzt - nur zu! ;-))

laufend fit und gut drauf!

Ich hab zwar

keine große Hoffnung, das es was nutzt,
aber danke.
Übrigens: seit den entsprechenden Blogs heißen alle Nacktschnecken bei mir nur noch Poppi, und die Kinder dann natürlich klein-Poppi (oder auf platt (was die Nacktschnecken hoffentlich nicht werden) lütt-poppi):-)
Gruß, Marco
You´ll never benennnacktschnecken alone

poppendorf

Und Poppendorf liegt direkt bei Tuffihausen, gell!

In unseren Breiten

heißen die Dörfer dann allerdings Poppenhusen, Poppenbüll und Poppenbüttel

lütt-Poppi - süüüüüß!!!

Bei solchen Namen vergisst man total, was die Biester so alles anrichten können!

laufend fit und gut drauf!

Tuffi, wo bleibt die Abenteuerlust?!?!?

No risk, no fun! ;-)))

laufend fit und gut drauf!

aaaaahhhh...

den Namen werd ich doch mein Lebtag nicht mehr vergessen. Lütt-Poppi... bei mir hießen die bisher immer nur Mistviecher...
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...gar nicht verrückt, ist auch nicht normal...

Muss ich ....

denn jetzt Tuffihusen sagen/schreiben/meinen...

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...gar nicht verrückt, ist auch nicht normal...

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