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Freitag

Der Wecker sollte um 7:30 Uhr klingeln. Ich war aber schon vorher wach. Die Vorbereitungen gemacht (Trinken, Banane essen, Trinkgürtel umschnallen, Handy einstecken) und dann los.
12 Kilometer oder ein bisschen mehr wollte ich laufen und 1:30 h habe ich angesetzt.
Ich lasse es langsam angehen. Kollege Storch ist heute nicht zu sehen. Schade! Es läuft ganz gut und irgendwie scheine ich mich an das Blümchenpflücktempo auch zu gewöhnen. Die Hälfte der Strecke unter 45 Minuten, dann scheine ich mich ja gut eingeschätzt zu haben. Die Luft reicht auch noch eine Weile. Auf dem Rückweg bin ich wohl völlig in Gedanken unterwegs gewesen. Plötzlich laufe ich auf einem breiten Weg, der mir überhaupt nicht bekannt vorkommt. Mädel, hier bist du auf dem Hinweg definitiv nicht lang gelaufen. Puls geht schon mal hoch. Ich habe es also auch geschafft, mich zu verlaufen. Was nun, immer weiter, oder umkehren? Da ich sowieso nicht so genau weiß, ob und wo ich vielleicht abgebogen bin auf dem Hinweg, geht es immer der Nase nach weiter. Aus dem Wald raus erkenne ich in der Ferne einige Häuser. Da halte ich erstmal drauf zu. Sieht ziemlich verlassen aus, aber um die Ecke rum gibt es doch Leben.
Nun ja, ich bin im nächsten Ort gelandet. Da war ich noch nie zu Fuß, aber glücklicherweise schon ein paarmal mit dem Rad, so dass ich nicht wie ein Trottel nach dem Weg fragen musste. Nur das Ortsausgangsschild macht Mut. 5 km noch bis Luckenwalde. Auch gut! Dann noch mal knapp 2 km bis zum Gartentor. 7 km eine völlig überschaubare Strecke. Nur bin ich schon eine knappe Stunde unterwegs. Also erstmal schön locker flockig weiter getrabt. Aber dann kam doch der Moment, in dem der Schweinehund die Oberhand gewann. Also Gehpause. Es ist so zäh danach wieder in den Tritt zu kommen. Ein fortwährender Kampf mit mir selbst. Bis dahin läufst du jetzt. Bis zu der Zeit läufst du jetzt durch. usw.
Nach 1:47 h hatte ich meinen Ausgangspunkt wieder erreicht.
Das war der längste Lauf bisher. 14 km! Das wollte ich doch erst in zwei Wochen laufen. Langsam die Umfänge steigern.
Ach und so ganz nebenbei bin ich im 500er Club gelandet.

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...be-schreibst...

...die sache sehr schön!:-)

500 km

meinen herzlichsten Glückwunsch zu dieser Leistung. Ich träume noch davon.
Freue mich für Dich. mach weiter so.
Herzlichst Rennobst

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