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Hallo,
laufe seit einem Jahr. In den letzten Monaten sehr regelmäßig 3mal in der Woche jeweils 10km.
Nun habe ich urlaubsbedingt eine 5 Wochen-Pause gemacht. Gestern bin ich dann erstmalig wieder meine 10km-Strecke gelaufen. Fiel mir zwar schwer, ging aber. Heute habe ich totalen Muskelkater und kann mich kaum bewegen.
Nun stellt sich mir die Frage Pause machen oder weitertrainieren?
Habe mal gehört, beim Muskelkater bilden irgendwelche Stoffwechselrückstände kleine Kristalle zwischen den Muskelfasern die schmerzen und durch weitertrainieren lösen sich diese auf.
Mein Sohn sagt mir jedoch, Muskelkater seien alles kleine Verletzungen an den Muskelfasern und rät keinen Sport zu machen bis es nicht mehr wehtut.
Was stimmt denn?
Kann mir jemand einen Rat geben, wie ich am besten wieder mit dem Laufen beginne?
Möchte das im Urlaub zugelegte Fett gerne wieder zügig abtrainieren und die verlorengegangenen Muskeln wieder aufbauen.
Gruß
Eva

3x/Woche

Bei 3x Training pro Woche hast du doch immer min 1 trainingsfreien tag zwischen den Läufen, am übernächsten Tag ist der Muskelkater so gut wie weg. falls nicht, läufst du dann eben ein bisschen langsamer. Das solltest du sowieso tun, wenn du gleich so einen Mörder-Muskelkater bekommst.

Dein Sohn hat Recht!

Da haste Deinen Muskeln beim ersten Lauf wohl gleich ein bisserl viel zugemutet.

Heutzutage geht man von kleinste Verletzungen/Risse des Muskelgewebes aus, die geschont werden sollten.
Wenn Du sporteln möchtest, dann was schonenderes...leichtes radeln, oder schwimmen.

Wiki meint: Man sollte auf keinen Fall, wie es früher propagiert wurde, „darauf- bzw. darübertrainieren“, also den Schmerz verbeißen und sich wie vorher bewegen oder gar das Training noch steigern. Ganz im Gegenteil erschwert und verlängert jede Beanspruchung des Muskels den Heilungsprozess. Aus diesem Grunde sollte man jede Belastung vermeiden und sich „regenerativ“ und schonend bewegen, bis der Schmerz völlig abgeklungen ist. Hilfreich sind auch warme Bäder, leichte (!) Massagen und Saunagänge.

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...gar nicht verrückt, ist auch nicht normal...

Langsamer ist mehr

Hallo Eva,

Muskelkater entsteht durch die Übersäuerung der Muskeln (zu viel Laktat), dass entsteht bei Läufen im anaeroben Bereich, also oberhalb der aeroben Schwelle (schnellere Läufe). Durch weiterlaufen kann man das lösen, sollte es aber dann langsamer angehen (Sauerstoff-Lauf), sonst wird´s eher schlimmer.

Soweit ich mich erinnere entstehen beim Dehnen "Mini-Faserrisse" (sind aber gewollt, um den Muskel zu verlängern), die aber in der Regenerationszeit von 24-48 Std. wieder abheilen.
Liebe Grüße
Holger

Danke für die Antworten

... ich werde dann wohl mal was weniger laufen und langsamer wieder anfangen.
Mein normales Trainingspensum ist 3mal hintereinander laufen: Feitag/Samstag/Sonntag, dann Pause bis wieder Freitag; weil ich in der Woche keine Zeit habe. Daher würde ich gerne das Wochenende jetzt wieder voll nutzen, aber was nicht geht, geht nicht.
Hoffe, morgen schaffe ich trotz des Muskelkaters weingsten eine Mini-Runde.
Gruß
Eva

Muskelkater

Hast du dir beim Sport einen Muskelkater geholt, dann galt früher die Regel, einfach weiterzutrainieren. Tatsächlich hat man aber noch kein Mittel gefunden, das Muskelkater effektiv verkürzt, außer schon davor gut trainiert zu sein. Eher gilt heute die These, die Muskelpartien zu schonen, um spätere Verhärtungen zu vermeiden, denn durch Belastung bilden sich winzige Risse im Muskelgewebe, die erst wieder ausheilen müssen. Entspannungsbäder, Sauna und sanfte Massagen helfen deutlich besser als schmerzhafte Trainings-Torturen.

Da stimmt ja gar nichts!

Liebe Leser,

bitte lassen Sie sich vom kommentar von "Provokativ" nicht irreführen. Da stimmt gar nichts! Beide Aussagen (Muskelkater = Laktatablagerungen; Dehnen = Faserrisse = gewollt = längerer Muskel) sind grottenfalsch.

Der Username scheint man wörtlich nehmen zu müssen!

So einen Quatsch habe ich seit Jahren nicht mehr gehört.

Entschuldigung

Liebe Leser,
hallo Jochen,

wenn ich hier mit meinen Aussagen auf dem Holzweg war, was ich mittlerweile auch erkannt habe, bitte ich dafür um Entschuldigung. Künftig werde ich, falls ich auf Beiträge eine Antwort gebe besser recherchieren.

Allerdings finde ich den Ton, der hier angeschlagen wird, etwas unangebracht. Etwas konstruktiver wäre wünschenswert.

Na ja, man sollte Provokativ

Na ja, man sollte mit Provokativ nicht ganz so hart ins Gericht gehen, selbst Wiki schreibt dazu:
Eine Übersäuerung kann die Folge von zu viel produzierter Milchsäure sein, was letztlich durch den Laktatwert im Blut erkannt werden kann. Man glaubte lange Zeit, dass hierdurch der Muskelkater verursacht wird, was mittlerweile als widerlegt gilt.

Gruß

Tom

@ Jochen71131:

ein dezenter Hinweis...hätte auch gereicht. So'n verbaler Angriff ist mehr als flüssig...nämlich überflüssig.

Man(n) kann auch in den anonymen Weiten des I-Nets höflich bleiben.

Und: wer lesen kann, ist klar im Vorteil. Der Gute heisst nämlich ProvoACTIV...und nicht Provokativ.

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...gar nicht verrückt, ist auch nicht normal...

Steffny

...und das sagt der Herr Steffny in seinem Großen Laufbuch dazu :

" Muskelkater bekommen auch Profis bei neuartigen, für die Muskulatur ungewohnten Belastungen , beispielsweise beim Bergablauf oder beim zu schnellen laufen. Starker Muskelkater ist ein Zeichen von zu hartem Training sowie ungenügender Vorbereitung .Leichter Muskelkater ist dagegen die unangenehm kribelnde Begleiterscheinung eines natürlichen Anpassungsprozesses an eine neue Anforderung . Er tritt oft erst ein bis zwei Tage nach intensiven oder langen Trainingseinheiten auf . "

und weiter :

" Muskelkater kommt nicht von einer Übersäuerung der Muskeln , sondern daher , dass feinste Muskelfasern beschädigt wurden . Die Reparatur dieser sogenannten Mirkotraumen und gleichzeitige Verbesserung der Faserstruktur erfordert einige Tage Zeit , in denen Sie zur aktiven Erholung betont langsam laufen , schwimmen oder Rad fahren sollten . "

Noch Fragen ?

viele Grüße
christine

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