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So, jetzt werd ich hier endlich auch mal meinen ersten Beitrag schreiben und ich hoffe, dass er eben so zahlreich beantwortet wird, wie die anderen, die ich mir schon durchlesen durfte.

Erstmal kurz zu meiner Lage. Ich habe mit meinen noch jungen 20 Jahren bisher drei Marathons und einmal die Riesenbecker Sixdays gelaufen.
2006 war mein erster Marathon in Münster mit einer Zeit von 3.40. Mein zweiter Marathon war ebenfalls dort und dort konnte ich mich lediglich um vier Minuten verbesseren. Dort fing nämlich das Problem an, dass ich ca. ab km 30 Probleme mit den Ohren kriegte. Dieses Problem ergab sich auch wieder beim Steinfurt Marathon diesen Jahres. Dort fing das Problem allerdings noch wesentlich eher an. Ich habe dann auf dem Link Ohr ein komischen Druck und höre darauf nicht mehr so gut und meine eigene Stimme klingt völlig verzerrt. Es beginnt langsam und wird dann immer mehr. Es schlägt dann leider auf die Atmung und die Leistungs nimmt rapide ab, so dass ich bei den letzten beiden Marathons gehen musste.

Mein Ohrenarzt wusste lange nicht, was es ist und hat schließlich festgestellt, dass es das "seltene" SYNDROM DER OFFENEN TUBE ist. Da ich gerade wieder in der Vorbereitung für den Münster Marathon 08 stecke und das Problem erneut aufgetreten ist, wollte ich mal fragen, ob es hier Leute gibt, die das selbe haben. Ich würde mich über Gleichgesinnte und deren Erfahrungen freuen. Es kann ja nicht sein, dass ich der einzige mit solch einem Problem hier bin. So machen Langstreckenläufe nämlich keinen wirklichen Spaß mehr, wenn man weiß, dass man nach geraumer Zeit wieder geschwächt wird.

Gruß Markus

Ich würde fast denken, Du

Ich würde fast denken, Du hast durchblutungsstörungen im Ohr. Die Verursachen auch solche und ähnliche Symptome.
Ich würde Dir für eine bessere Durchblutung Ginko-Tabletten (gibt es in der Apotheke) empfehlen. Ist rein pflanzlich und ohne Nebenwirkungen. Damit könnte es besser werden. Ein Versuch ist es allemal wert. Geht aber nicht von heute auf Morgen. Wie bei allen pflanzlichen Mitteln muß man die erst eine ganze Weile nehmen, bevor man was spürt... Viel Erfolg und gute Besserung. Berichte mal, ob es was gebracht hat...

Lieben Gruß
Hoffi-2

Mein Laufmotto: Dabei ist alles!
Meine Homepage: www.hoffi-2.de.tl

Medizinersprache

Hallo lustigerunde,

wenn der HNO'ler Deines Vertrauens schon so einen schönen Namen dafür hat, hat er denn auch eine Erklärung abgegeben, was das ist? Und woher es kommt, bzw was man dagegen vielleicht tun könnte? Ist es ein Durchblutungsproblem? Ein Blutdruckproblem? Hast Du es mit Druckausgleich probiert?

Und, sorry aber ob ein Medikament (Gingko) pflanzlich ist oder chemisch hat nichts zu sagen, Digitalis ist auch rein pflanzlich und kann sicher töten. Genauso hat man das Medikament ohne Nebenwirkung noch nicht erfunden.
Schon Paracelsus sagte: Jedes Ding ist ein Gift und nichts ist ohne Gift, nur die Dosis bewirkt, dass ein Ding kein Gift ist.

Halte uns auf dem Laufenden.

Lieben Gruß,
Mrs.Albright

Hi, du sprichst da ein sehr

Hi,

du sprichst da ein sehr interessantes Thema an.
Ich habe genau dieses Problem, zwar nicht beim laufen, aber ab und zu wenn ich intensiv Kraftausdauertraining mache.

Bei mir ist es auch das linke Ohr. Es dauert meißt 30-60 Minuten bis der Zustand aufhört.

Ich hab mir bisher nichts dabei gedacht.
Aber der Grund dafür würde mich auch interessieren.

Grüße
Björn

Hallo lustigerunde, ich habe

Hallo lustigerunde,

ich habe mit diesem Beschwerdebild bislang selbst noch keine Erfahrung machen müssen - aber die kurze Nachfrage beim HNO-Arzt meines Vertrauens (familienintern :-) ) erbrachte folgenden Hinweis: Eine Ursache kann Flüssigkeitsmangel, Dehydratation sein.

Vielleicht hilft dieser Ansatz weiter...

Gruß
Anna

Erstmal danke für die

Erstmal danke für die Antworten.
Vor allen Dingen die letzte Antwort könnte glaube ich sehr hilfreich für mich werden. Das Problem tritt bei mir nämlich bei heißem Wetter (wenn die Sonne permanet scheint) vermehrt auf. Dieses könnte ja damit zu begründen sein, dass ich bei heißem Wetter wesentlich mehr Flüssigkeit verliere als bei kälterem Wetter.
Wie kann ich denn die Flüssigkeitsmangel bewältigen? Bei langen Läufen (auch beim Marathon) trinke ich regelmäßig etwas bei den Wasserstationen? Kann ich irgendwie schon im vorraus etwas dagegen tun? Mein Ohrenarzt sagte, dass das Problem mit Gewichtszunahme zu bewältigen sei, aber das kann ja nicht die einzige Lösung sein. Gibt es hier auch wen, der die gleich Diagnose gestellt bekommen hat?

Aha!

Suchmaschinen helfen ja nicht immer, aber wenn man sich erst mal durch "klinische Nachschlagewerke" gekämpft hat, wird schon mal die Wirkungsweise des Krankheitsbilds klar.

Das "Syndrom der offenen Tube" bedeutet, dass der Trompetenkanal im Mittelohr zu offen ist. Deswegen findet der Druckausgleich nicht bei Bedarf, sondern ständig und damit "zu gut" statt und führt dann zum "Eigensprachdröhnen", welches mit dem schönen Fachbegriff Autophonie belegt ist.

Das tritt offensichtlich besonders gerne bei schlanken Frauen auf, die gerade deutlich abgenommen haben. Ferner tritt es auch gerne im Atemrhythmus auf - die Atmung schlägt auf's Mittelohr durch (sollte sie ja eigentlich nur, wenn man dabei die Nase zuhält und den Mund schließt...).

Trivial gesagt, wenn ich es richtig verstanden habe: Im Mittelohr ist zuviel Platz. Deswegen auch der Ansatz mit der Gewichtszunahme: Räume enger machen sollte das Problem beheben. Dafür könnte z. B. hinlegen etwas bringen (Blutdruck im Mittelohr erhöhen), nur ist das bei langen Läufen eher schlecht, weil man dann nicht mehr so recht vorankommt... :(

(Auf den Händen laufen würde es aber bringen. 50 Euro für denjenigen, der so einen M42 schafft... ;)

Aber mir wird damit klar, warum es bei langen Läufen bei großer Wärme auftritt: Der Körper dehydratiert und das Blut wird zudem eher weiter unten gebraucht. Da ist dann auch der Ansatz mit "viel Wasser" zu suchen, der dann bei Dir "richtig viel Wasser und das schon vorher" heißen müsste - gerade so viel, dass Du noch nicht überhydratiert bist, das ist auch wieder ungesund.

Ferner noch eine ganz verwegene Idee: Turbostrümpfe. Hast Du Kompressionsstrümpfe an, sollte theoretisch der Blutdruck in den oberen Körperteilen ein winziges bisschen höher sein als ohne. Vielleicht reicht das ja dann gerade so...

Und für meine noch verwegenere Idee brauche ich noch Details: Wie viele und der langsamen (70%HFmax) langen Läufe bist Du in der Vorbereitung gelaufen, wie lang waren sie und wann ist das dann im darauf folgenden Marathon aufgetreten?

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de nihilo nihil

Erstmal danke ich dir,

Erstmal danke ich dir, Netzwerker, für deinen sehr aufschlussreichen Beitrag. Der Internetsuchmaschine bin ich auch mächtig und nach der Diagnose habe ich natürlich direkt nachgeschaut, habe aber lediglich auf metrapid.net eine kleine Beschreibung der Diagnose gefunden, die mir aber keinesfalls weiterhalf.

Wie gesagt, das erste Mal trat das Problem bei dem Münstermarathon 2007 statt. In der Vorbereitungszeit, in der ich mich damals wie heute an dem Marathontrainingsplan, der auf der Seite angeboten wird (http://www.volksbank-muenster-marathon.de/_data/3_30_std_plan.pdf), gehalten habe, kamen damals keien Beschwerden auf. Bei dem Marathon 2007 begannen die Beschwerden dann ca. im dritten Viertel. Es ging dann so weit, dass ich mich zwischendurch zu Gehpausen zwingen musste, obwohl ich sonst überhaupt keine Probleme in der Vorbereitung hatte.

Ähnlich war es dann beim Steinfurt-Marathon im März 2008. Damals hatte ich die Probleme allerdings auch schon in der Vorbereitung (bei ca. 2 h Läufe im letzten Viertel). Beim Steinfurt-Marathon fing es allerdings schon kurz vor dem Halbmarathon an. Auch bei diesem Marathon musste ich dann die letzten 5 km passen und Gehpausen einlegen.

Bei meinem aller ersten Marathon hatte ich übrigens keinerlei Probleme.

Zur Zeit stecke ich ja wieder in der Vorbereitung für den Münster Marathon am 14.09.08. Ich laufe zur Zeit durchschnittlich einen Wochenumfang von 70 km. Bei den langen Läufen (20-26km) bekam ich im letzten Viertel wieder Probleme mit den Ohren.

Ich würde mich freuen, wenn ich ohne Problem beim Marathon durchkomme. Es ist echt frustrierend, wenn man das ganze Marathontraining auf sich nimmt und dann beim Wettkampf so geschwächt wird, wofür man nichts kann. Auf Kurzstrecke (10 km) gibt es diese Problem auch nicht. Bin jetzt Samstag in Greven eine 37.44 gelaufen und hatte keien Problem am Ohr.

Jetzt sag' mir noch...

...dass Du Deinen ersten Marathon genau wie die 37,44 in Greven am Samstag beide relativ langsam gelaufen bist und Du in Münster und erst recht in Steinfurt wesentlich schneller unterwegs warst, zumindest wesentlich schneller losgelaufen bist.

Und erzähl' mir, dass Du auch in der Vorbereitung zu Steinfurt relativ zügig (Puls bei langen Läufen eher über 75%) Deine Kilometer abgespult hast.

Dann habe ich eine Idee.

Wenn das nicht so war, ist meine Idee ein Hirngespinst.

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de nihilo nihil

Ich weiß ja nicht,

was ich jetzt von deinem Beitrag ernst nehmen soll.

Naja, ich beantworte deine Fragen mal trotzdem.

Den ersten Marathon bin ich bewusst so gelaufen, dass ich ins Ziel komme und ich bin meine Wohlfühlgeschwindigkeit gelaufen. Das passte damals auch herrvorragend.

Bei dem zweiten Münstermarathon hatte ich mir anscheinend ein bisschen zu viel vorgenommen und war auf 3:20 aus. Das konnte ich halt nicht erreichen.

Beim Steinfurt Marathon bin ich bis 5 km vorm Ziel mit der 3:30 Gruppe gelaufen und hatte bis auf das Ohr eigentlich keine Probleme.

Die Zeiten sind aber eigentlich egal: denn es ist egal ob ich langsam oder schnell laufen, es tritt bei langen Läufen meistens auf.

Nee, keine Veralberung.

War schon ernst gemeint, es passt auch halbwegs: Was bezüglich Deines Ohrproblems bei den Diagnosen immer wieder genannt wird, ist, dass die Atmung auf's Ohr wirkt, was sie ohne Dein Syndrom der offenen Tube eigentlich nicht sollte. Teilweise sogar so, dass bei heftigem Einatmen die direkte Reaktion am Trommelfell sichtbar wird.

Nun. Bei der langsam/schnell-Frage ging es mir um die Glykogenspeicher und die Fettverbrennung. Bei auch leicht zu hohem Tempo sind die Glykogenspeicher recht plötzlich am Ende. Dann wird schlagartig die Atmung extrem (aus jedem X-beliebigen Marathon-Trainingsbuch: "...um gleiche Energie allein aus Fettverbrennung zu beziehen, ist ungleich mehr Sauerstoff nötig..."). Das tritt auch auf, wenn man gut genug trainiert ist, um ansonsten von dem minimierten "Hammermann" kaum was mitzukriegen.

Du schriebst, Dein Ohrproblem hätte auf die Atmung durchgeschlagen. Vielleicht wirkte es in beide Richtungen - die heftigere Atmung könnte (zusammen mit den anderen Geschichten - Dehydratisierung, Blutdruckabfall der oberen Körperhälfte) das Ohrproblem mitverursacht haben.

Dann würde das üblicherweise auftreten, wenn es heiß ist, Du Dich lange gefordert hast und Deine Glykogenspeicher alle sind bzw. Du keinen Zucker mehr zum Verbrennen hast.

Gewagt, aber für mein Hirn schlüssig.

Hätte also ein paar Tests für Dich:
Laufe einen langen Lauf mit flotten 75-80%, nachdem Du Deine Speicher (relativ kurzer Tempolauf am Vorabend oder so) geleert hast und wie bei der "Saltin-Diät" wenig Kohlenhydrate zu Dir genommen hast. Trink' so wenig wie geht. Du müsstest relativ schnell das Ohrproblem bekommen.

Das andere Extrem wäre ein fast identischer Lauf, aber mit vollen Glykogenspeichern, ständigem Trinken und möglichst direkt vorher und unterwegs Bananen, Gel, Riegel oder was Dir sonst noch so einfällt, ggf. zusätzlich mit Kompressionsstrümpfen (habe jüngst erfahren, dass es auch komplette Kompressionshosen gibt - sollen aber sauteuer sein). Da müsstest Du ziemlich weit kommen, ohne Probleme zu bekommen, wenn die Praxis was mit meinen theoretischen Überlegungen zu tun hat.

Falls Du das testest, würde mich das Ergebnis sehr interessieren...

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de nihilo nihil

Ganz habe ich deinen Test

Ganz habe ich deinen Test jetzt nicht durchgeführt. Den ersten Text kann ich dir aber ähnlich bestätigen. Nach einer durchzechten Partynacht bin ich mal am nächsten Tag (Speicher leer) 1,30 Stunde joggen gewesen und das Ohrproblem kam auch recht früh. Das würde deine These bestätigen.

Gestern habe ich einen langen (nicht schnellen) Lauf (29 km) in 2:45 (ca. 5:30 pro km) gemacht und hatte keine Probleme. Es war auch recht heiß, aber ich hatte vier Trinkflaschen mit. Ich versuche jetzt mal bei meinen langen Läufen vermehrt darauf zu achten, reichlich Flüssigkeit und eine Kleinigkeit zu Essen mitzunehmen. Ich hoffe, dass mein Problem dadurch später oder gar nicht auftrifft.
Ich werde euch auf jeden Fall auf dem Laufenden halte, werde nämlich morgen in Ibbenbüren nen Halbmarathon laufen und versuche meine Bestzeit von 1:30 zu toppen. Ich möchte ausprobieren, was das Ohr macht bei einen Hm.

HM - 1:22:42 ohne Ohrprobleme

So ich melde mit dann mal wieder. Der HM gestern war ein voller Erfolg. Ich bin endlich mal aus mich herausgekommen und konnte meine Bestzeit um gleich sieben Minuten toppen. BIn 1.22.42 (7. Gesamtplatz - 3.Altersklassenplatz mänl. Hauptklasse). Ich glaube ich muss meine Marathonzeit hochschrauben, ansonsten bereue ich es später. Ich bin dafür zur ZEit einfach zu gut im Training. Kann mir wer ne Zielzeit empfehlen.

WAS ES WIRKLICH IST UND WAS HILFT!

Also ich habe mich hier nur registriert um hierauf zu Antworten.

Ich habe das Syndrom der Offenen Tube nun schon ungefähr ein Jahr lang,
nein ich laufe nicht (nicht mal 2 Meter am Tag)
Nein ich habe kein Gewicht verloren
Nein ich mache eigentlich garkeinen Sport !

Also die Tube ist für die "belüftung" des Ohres zuständig.
Wenn man das Syndrom der offenen Tube hat, dann wird das Ohr sozusagen "überbelüftet", ist überhaupt nicht schlimm oder schädlich. Im Rachenraum ist der sogennante verschluss für die Tube die von mehreren ganz kleinen muskeln geöffnet und geschlossen wird.

Bei mir tritt es sehr oft auf (mehrmals am tag für viele stunden) und mein Arzt sagte das mein Ohr "Lehrbuch-Reif" wäre da man es bei mir besonders gut sehen kann. Ich muss eigentlich (selbst beim Fernsehen) nur ein und ausatmen und habe ein richtiges "KNACKEN" im Ohr.

Nun hat mein Arzt mir MAGNESIUM verschrieben (von Verla) in so komischen beuteln. Da die Muskeln die für das schliessen/öffnen zuständig sind, "krampfen" ...

da durch das magnesium sich auch die Muskeln entspannen und das was ihr beschrieben habt, auf körperlichen stress/anstrengung zurückzuführen ist... ist das vielleicht ein anhaltspunkt.

Das war heute, ich berichte ob das was gebracht hat.

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