Benutzerbild von Janosik

... eigentlich machen mir ja abendliche Läufe im Wald nichts aus. Aber gestern war es wirklich grenzwertig. Das Dumme ist, daß ich auf Grund meines Berufslebens oft erst nach einem 14 Stunden - Tag zum Laufen komme! Da fragt der Sonnenstand denn nicht danach.
Gestern also sagte mir mein Trainingsplan einen lockeren 12km-Lauf an! Da mich Mehdorns Truppen sehr spät in den Feierabend entließen konnte ich erst gegen 21:40 Uhr starten. Puls sollte bei 60 - 65 % liegen, Pace bei 7 Min. Das war schonmal gar nicht so einfach. Meine Runde führt erst übers freie Feld mit Blick auf den Pfälzer Wald und dann nach gut 500 m direkt in den Wald hinein. Es dunkelte merklich, als ich an den Rain kam. Vorsorglich hatte ich ja schon meine Stirnlampe aufgesetzt.
Ich bin beileibe kein Angsthase. Dennoch machte sich ein leichtes Unwohlsein breit. Kein Mond zu sehen am Himmel und langsam wurde es dann auch stockdunkel. War die Dämmerphase früher nicht länger ;))? Plötzlich schräg links vor mir ein Grunzen und Quieken. Darauf ... Galoppel ... Galloppel ... Galoppel ... machte sich das Borstenvieh entlang meines Weges in den dunklen Tann. Danach lief noch lange Zeit das Gefühl mit, es wäre etwas hinter mir. Puls war bei 72 % ... naja ist dann eben so.
Nach weiteren 25 Minuten dann aber der echte Horror. Plötzlich, ich langte gerade an einer Wegmarke in Gestalt einer Lichtung an, ertönte hinter mir ein mörderisches und langgezogenes Quieken. Ich wusste bisher gar nicht, das Wildsäue zu solchen Tönen fähig sind. Instinktiv drehte sich mein Kopf (stirnlampenbekrönt) nach links ... mit Blick in zwei kleine gelbe Leuchtpunkte. So kann man sich täuschen, man denkt es würde reichen nur halbwegs lärmend und laut trapsend durch den Wald zu traben und schon flüchten die wilden Bestien alle ;) ... . Wie bei Hitchcock kreischte dann auch noch ein Käuzchen. Bei Umdrehen flatterten Fledermäuse zwischen den Bäumen ... . Ich gebe zu, der kalte Schauer auf dem Rücken fühlte sich nicht gut an. Puls und Beine aber ... blieben ruhig.

Also zukünftig werde ich meine Runden abends dann lieber durchs Dorf drehen ;) ... . Endzeit für die 12 km in coolen 1h30min mit nem Puls von 69 %.

Janosik

0

machs noch mal

Hallo Janosik (Lauf-Grisham),

laufe lieber weiter durch den Wald - ist für uns viel, viel spannender - Ob wohl - kommt vielleicht auf das Dorf an. Außerdem stelle ich mir das echt motivierend vor. Ich vorneweg Wildsaurudel hinterher. Wenn das keine klasse Zwischenzeiten werden.
Ich hatte übrigens bei solchen Läufen bisher nur einmal das Problem Leute bei der Fortpflanzung zu stören.

Tschööö Dirksen

Du Armer

Hallo Janosik,

ich laufe immer Morgens 3.30 Uhr. Wenn es dann anfängt zu Dämmern führen mich meine Strecken in den Wald.
Ich hab schon allerhand Erlebt.
Mich hat schon 2 mal ein Bussard angegriffen.
Wildschweine kreuzen öfter meinen Weg. Ich glaube aber die greifen nur an wenn sie Junge haben. (hab aber immer Schiss)

Aber der Hammer war ein Panther. Ich dachte ich würde noch Träumen. Aber als ich näher kam ...es war einer.

Ich hab dann als ich wieder Zuhause war davon Erzählt. Aber das Tier nur Beschrieben. Meine Tochter meinte dann ...ja ja das wäre ja dann ein Panther ...und was ich Getrunken hätte.

Ein paar Tage später Berichtete dann der NDR im Fernsehen das eine Schulklasse im Harz (Luftlinie 30 km von meiner Strecke) ein Panther beobachtet hätten und eine Autofahrerin hätte ihn auch gesehen.

Na ja jetzt ist in Dillenburg ein Braunbär von einen Jogger gesichtet worden. Das ist Gottseidank weit weg von mir.

Schönen Lauf

Der Karl_Moik

Ob Problembär oder Problemwildsäue....

... du sagst es ja selbst - die schönsten Geschichten schreibt das Leben! Klar, dass du gestern einen Horrorlauf hattest, doch schon heute kannst du darüber lachen! ;-))

Außer Nacktschnecken und Feuerkäfern kann ich übrigens auch Handfesteres bieten - einmal huschte direkt vor mir ein Hirsch über den Weg, bzw. - das war auf einer USA-Rundreise - lief uns im Zion National Park ein Bär über den Weg und noch am selben Abend sahen wir noch zwei Taranteln. Ich wollte dann nur noch eins - raus hier! ;-))

Halt weiterhin die Augen beim Laufen offen - das nächste Erlebnis kommt bestimmt! ;-)))

Grüße

MC

laufend fit und gut drauf!

Boar, wie gruselig! Gut,

Boar, wie gruselig! Gut, dass ich in der "Großstadt" lebe.... (und laufe.... ;-) )

Ich glaube ich hätte mir

Ich glaube ich hätte mir vor Angst in die Hosen gemacht...
Laufe zwar auch bei uns durch den schönen Misburger Wald,
aber nicht zu nachtschlafender Zeit...
Wenn ich da lang komme, sind nur jede Menge Mücken unterwegs... Ein Lauf, ca. 5 km = mind. 8 Mückenstiche :-(
Außerdem sehre ich noch jede Menge Nacktschnecken und auch riesig große Weinbergschnecken...
Wenn jemand von Euch Feinschmecker ist, kann gerne mal mit bei uns in den Wald kommen :-)

Lieben Gruß
Hoffi-2

Mein Laufmotto: Dabei ist alles!
Meine Homepage: www.hoffi-2.de.tl

Ich begegne gelegentlich

Ich begegne gelegentlich auch dem Borstenvieh, ein Förster meinte neulich, die täten nix. Das muß ich aber nicht testen... Ansonsten treffe ich öfter Füchse, Rehe, Hasen, was sich halt so im Wald tummelt. Natürlich auch die Nacktschnecken, oder ganz eklige schwarze Käfer. Gestern saß eine dicke fette Kröte mitten auf meinem Weg, ich sah sie erst, als ich beinahe darauftrat, so gut war sie getarnt.
( ich bin nur froh, daß es hier weder cien pie-bis zu 35cm lange Hundertfüßler- oder Vogelspinnen gibt)
Besser, ich seh oder höre die Tiere, als daß die mich überraschen, da zucke ich auch immer zusammen.
Astrid

Dafür hatte ich heute auf

Dafür hatte ich heute auf meiner Radstrecke einen Fuchs, ein Reh, 1/2m lange Schlange und eine Herde Gänse, die sich mir laut schnatternd in den Weg stellte...
Astrid

Darstellungsoptionen

Wählen Sie hier Ihre bevorzugte Anzeigeart für Kommentare und klicken Sie auf „Einstellungen speichern“ um die Änderungen zu übernehmen.

Google Links