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45 km hatte ich heute vor, fast 49 sind es dann geworden. 5:20 Std. unterwegs. Zum Glück kam 2/3 der Strecke meine Freundin mit und schleppte Wasser in ihrem Fahrradkorb, ich weiß nicht, wie ich das sonst überlebt hätte. 2 l brauchte ich insgesamt und hätte mehr vertragen können, obwohl es moderate 22° hatte und dann in der Abendkühle noch weniger. Natürlich bin ich wieder volle Kanne in die Dämmerung gerannt, wenn man um 5 ins Bett geht und erst um 16:00 aufbricht, hat man's nicht anders verdient.
Also ich habe einen Höllenrespekt vor den drohenden 76,6 km im August, Ich kann nicht sagen, dass ich locker mit einem Lied auf den Lippen zuhause einlief. Unterwegs nervte mich die ganze Zeit der linke Schuh, andauernd musste ich mit der Schnürung experimentieren, sonst piekte der Schaft in die etwas gereizte Achillessehne. Die letzte Stunde hatte ich irgendwelche komischen Organschmerzen auf der rechten Oberkörperseite, gegenüber vom Herzen. Und als ich ankam, völlig breit, Schüttelfrost vor Anstrengung, so dass ich mich sofort in die heiße Badewanne sinken ließ und dort eine 3/4 Std. im Schaum döste.
Nun ist alles wieder gut - aber wie ich dann noch 27 km weiter rennen soll, das ist mir noch nicht so richtig klar.

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Das wird schon, bei der

Das wird schon, bei der gewissenhaften Vorbereitung. Ich selbst bin im Training nie soviel am Stück gelaufen, getreu der Devise: The best training for an ultra? Run an ultra! ;-)

Das kommt mir bekannt vor.

Das kommt mir bekannt vor.

Habe gestern meinen ersten 32km Lauf gemacht, zuvor waren es max. 28km. Der Lauf ansich war super, aber locker und entspannt kam ich auch nicht an. Da frage ich mich, wie ich am 5. Oktober in Köln nochmal 10 Kilometer mehr laufen soll und das noch etwas schneller in konstant 5:20 min pro Kilometer. Wahnsinn! Das es geht, sieht man immer wieder ...

Vor knapp 3 Jahren kam ich keine 2km weit ... trainieren, trainieren, trainieren ...

Viel Glück
Patrick

Geile Sache.

Wie steht das weiter unten: Als Vorbereitung Ultra laufen. Gut, Haken dran, haste gemacht... ;)

Zu den fehlenden 27: Erinnere Dich an Deine ersten langen Läufe in Deiner ersten Marathonvorbereitung - war das da bei Dir nicht so? Also ich hatte dauernd irgendwelches generv und gefuzzel und gezuppel schon unterhalb von 30km, das fällt mir heute gar nicht mehr auf...
Ausserdem wirste ja beim echten Ultra auch ausgeschlafen usw. sein, oder? (Ich laufe in den vergangenen Tagen immer frühestens in der Dämmerung los, weil ich vorher nicht in die Puschen komme...)

Wie schnell wirst Du denn den großen laufen? Ist 6'34" da schon in der Nähe?

Und: Hast Du vor, zwischendurch die Schuhe zu wechseln? Sowohl Steffny als auch Marquardt empfehlen das ja...

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de nihilo nihil

Ultra-Zittern

So 6:30 Pace war eigentlich schon mein Ziel.

Schuhe wechseln - weiß ich ehrlich gesagt noch nicht. Eigentlich wär's mir lieber nicht, denn das ist wieder zusätzlicher Organisationsaufwand und darauf hab ich gar keine Lust. Vernommen hab ich auch, dass es viele tun. Nun hab' ich mir extra Bär Schuhe gekauft, weil Dagmar Großheim damit den Badwater Ultra (217 km) ohne Schuhwechsel gelaufen sein soll. Aber der Schuh ist gewöhnungsbedürftig (bis 35 km null Problem, aber dann fängt er doch an, meinen zweiten Zeh am rechten Fuß zu traktieren und ob ich das mit Tapen hinkriege, muss ich probieren beim nächsten 55er ;-)). Ich teste die Alternativen noch aus.

Leben ist Bewegung

Gell, das zieht sich??? Ich

Gell, das zieht sich??? Ich "besuche" immer eine Quelle unterwegs, da ich soviel Wasser gar nicht mitschleppen kann. Auf der anderen Seite habe ich bei diesen langen Läufen das Gefühl zu schweben. Irgendwie laufen die Füße dann allein. Was bei mir wichtig ist, ich muß mir vorher sagen, soviel will ich heute laufen. Dann ziehe ich es meist auch durch (wobei mir ein 5 oder noch mehr Stunden langer Trainingslauf im Regen nicht das Wahre ist...)
Du schreibst Schuhe wechseln? Hab ich noch nicht gehört, hatte auch vor, jetzt im Training auszutesten, mit welchen ich über die Zeit und Distanz am Besten klar komme.
Die Bär-Schuhe hatte ich mir auch schon mal überlegt, ich kenne Straßenschuhe der Firma seit vielen Jahren, wollte sie mal probelaufen, es bot sich allerdings keine Möglichkeit, außer ich käme in der Firma selber vorbei...
Du hast sie gleich gekauft? Schreib bite mal mehr darüber( auch welche Schuhe Du sonst trägst.)( auch habe ich die Schwierigkeit, wenn ich nur nen Ast oder ein Steinchen aus dem Schuh entfernen muß, diese hinterher wieder richtig zu binden)
Danke und weiterhin gutes Training
Astrid

Schuhe

Hallo Astrid,

du hast Recht, das zieht sich...

Zu den Schuhen: ich habe den Bär High Performance 2.0, mittlerweile 120 km gelaufen und das solte eigentlich der Ultra-Schuh werden nach den Berichten von Heukemes und Co, die ihn laufen.
Ich war erstaunt, dass er sich am Fuß beim Laufen sehr leicht und luftig anfühlt trotz seines Gewichts (480g pro Schuh; zum Vergleich, die New Balance NB755 wiegen 400g, meine Wettkampfschuhe Saucony Fast switch 280). Der Schuh ist im Vergleich zu anderen auch im Einstieg sehr weit geschnitten, der Schaft hinten ist niedriger als üblich. Das ist einerseits angenehm, weil bei anderen Schuhen der hohe, stützende Schaft an der Ferse mich oft nervt, weil er in die Sehne bohrt. Andererseits rutscht man mit der Ferse raus, wenn der Schuh zu lose geschnürt wird. Und damit muss ich ziemlich experimentieren, wobei Bär es einem auch nicht gerade leicht macht, denn es gibt weniger Ösen als üblich und zur Feinabstimmung wäre oben eine mehr bestimmt hilfreich. Das ist etwas Fummelei, zumindest bei mir. Wenn er oben zu lose geschnürt ist, hab ich das Gefühl rauszurutschen. Wenn die Schnürung am Span zu fest ist, fühlt sich der Fuß eingeschnürt an und schläft ein. Man muss also unten weit, oben enger schnüren und hoffen, dass es so bleibt. Dabei gibt es ein weiteres Problem; die Senkel sind ziemlich rutschig und ich habe den Eindruck, sie verstellen sich trotz Doppelknoten. Also neben Vorteilen etwas Nerverei, was bei dem satten Preis nicht sein müsste, finde ich.
Die Zehenbox ist wirklich, wie versprochen, sehr breit und bequem. Was bei mir allerdings nicht hinhaut, ist die Auskunft von Bär, man könnte die Laufschuhe in der normalen Größe nutzen, die man auch im Alltag trägt. Ich hab mich eigens nochmal bei der Hotline telefonisch vergewissert, die sagen das so. Ich laufe normalerweise 2,5 Größen mehr als im Alltag, sonst ist bei langen Läufen über 25 km der Nagel der zweiten Zehe am rechten Fuß blau. Ich hab bei Bär dem Frieden auch nicht getraut und 1.5 Größen mehr gekauft. Bis 36 km - 0 Problem, bei 42+ schmerzte der bewusste Zeh, er war allerdings nicht blau und das - immerhin - ist der Unterschied. Ob ich das nun mit Tape in den Griff kriege, muss ich sehen.
Ansonsten scheint mir der Schuh recht spartanisch gedämpft, also eher etwas für sehr gut trainierte Läufer-innen, wo der Stützapparat viel Dämpfung übernimmt. Er wirkt auf reinen Asphaltstrecken irgendwann auf mich etwas hart, als ob du auf grobstolligen Reifen rollst. Das ist ein Grund, warum ich mir noch überlege, sie beim 76er zu tragen.
Die einzige Alternative, die ich im Moment probiere, ist ein Saucony Grid Trigon 4Ride mit meinen alten Einlagen, die ich nur ganz kurz genutzt habe, weil sie m. E. nix gebracht haben. Nun dachte ich, bei den vielen Km wäre ein bisschen Fußunterstützung nicht schlecht, aber da traten die im Blogeintrag beschriebenen Probleme mit dem Schaft auf. Ansonsten hab ich noch den NB755, aber da hab ich bei ganz langen Kanten schon das Gefühl gehabt, die Sohle bricht in Längsrichtung am Vorfuß auseinander, was natürlich nicht der Fall war, aber das Laufgefühl war nicht gerade prickelnd.

Also m. a. W.: ich weiß noch nix Endgültiges.

LG Rainer

Leben ist Bewegung

Na dann...

...vielleicht doch Organisationsaufwand: Die Bär bis 40 und danach mit welchen von den anderen weiter?
Etwas mehr Dämpfung auf dem zweiten, muskelmüderen Teil könnte doch nicht schaden, oder?

Ach, ich rede gerade wie der Blinde von der Farbe - bin mal stattdessen lieber gespannt, was Du noch so schreibst.

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