Benutzerbild von highlander2005

Liebe Gemeinde,
wenn man 52 ist, gibt es sicher bei jedem Dinge, die er, wen er das noch mal könnte, anders mache würde. Bei einer sache bin ich mir sicher: ich würde früher mit dem Laufen anfangen. Aber besser mit 52 als gar nicht.
Ich habe das einige Jahre so gehandhabt, dass ich einmal im Jahr, immer an meinem Geburtstag, die gleiche Strecke (9,6km) gelaufen bin und war der Meinung, wenn ich das unter einer Stunde schaffe, ist das o.k. Ich war danach jedes mal dem Brechreiz sehr nahe.
Auf einer Silvesterparty 2007/2008 habe ich dann einen Menschen kennengelernt, der war schon 60 und ist jedes Jahr mehrere Marathons gelaufen. Ich war beeindruckt und dachte mir: das kannst du auch. Also ging es im Januar los. Mein erstes Ziel war ein HM in meiner Nähe im April 2007. Hochmotiviert und keine Ahnung von Training und Anpassungsprozessen habe natürlich meinem Körper zu viel zugemutet. Mit dem Ergebnis eines Ermüdungsbruches im Schienbein und diversen Miniskusproblemen, so jedenfalls das MRT. Also nichts mit HM. Nach einigen Wochen Pause ging das Traing wieder los, diesmal etwas moderater. Mein nächstes Ziel war die 5x5km-Staffel in Berlin. Aber der zu große Ehrgeiz und die Unkenntnis brachten mir beim Intervalltraining eine Adduktorenzerrung ein, sehr schmerzhaft und lanwierig. Ich bin den Staffellauf trotzdem mitgelaufen, natürlich mit Schmerztabletten. Nach dem Lauf konnte ich dann kaum noch gehen. Also, 12 Wochen Laufpause. Irgendwie bin ich dann auf Steffnys Laufbuch gestoßen, sollte eigentlich jeder Freizeitläufer mal gelesen haben. Und seit dem gehe ich die Sache etwas systematischer an. Sicherlich zieht und kneift es oft noch in Waden und Knien, aber nach 10 o. 15km darf es das sicher auch. Ich weiß nicht, ob es Läufer gibt, denen nie etwas weh tut. Wchtig ist es nur, auf den Körper zu hören und ihm Zeit zur Regeneration und Anpassung zu geben.
So habe ich dann auch meinen ersten HM im April 08 mit 01:43 zufrieden stellend
überstanden und beim zweiten im Juni mit 01:47 beim Airportrun bei Berlin zwar eine Verbessung verpaßt, aber die Strecke und die Temperaturen waren wirklich ätzend. Mein nächstes Ziel ist die Vattenfall-Citynacht in Berlin (10km), bei der ich endlich mal schneller als Joschka Fischer bei seinem ersten 10km-Wettkampf sein will. Der lief damals 0:44 im "zarten" Alter von 50 Jahren.
Was ich Euch eigentlich sagen wollte, und besonders den Späteinsteigen: das Leben ist mit 50 noch nicht zu Ende! Macht das beste draus. Man muß nur wollen.
In diesem Sinne alles Gute für Euch

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Ja, ja, diese Späteinsteiger :-)

Ja, ja, diese Späteinsteiger :-) Ne, jetzt mal ehrlich, ist doch wunderbar noch ins Lauferlebnis einzusteigen. Wenn man sich nicht zu viel zumutet, ist der Trainingserfolg gerade im "Alter" zunächst sehr beachtlich, oder?
Ich habe mit dem Laufen angefangen, um den Kopf frei zu bekommen. Hatte zunächst absolut gar keinen Gedanken an Distanzen, Zeiten oder gar Wettkämpfe, wollte so ne halbe Std am Stück laufen.
Jetzt laufe ich meist 4x die Woche und liebe es. Das ist meine Zeit, da bin ich ganz mit mir und im Takt/Einklang.
Habe auch schon Intervall-Training versucht, aber das schlaucht schon sehr. Danach bricht meine Laufmotivation immer für ein paar Tage ein. Lange Strecken macher mir weniger aus. Liegt bestimmt am "Alter" :-)
Schönen Abend noch
Akeks

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