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Weiter ging's vergangenen Donnerstag mit der Laufserie des Alb-Nagold-Enz-Cups 2008. Diesmal war der 10er in Oberkollbach an der Reihe, der berühmt für seine breiteste Startlinie Deutschlands ist. Tatsächlich hatten wir jede Menge Platz, bzw. die kollektive Verstopfung kam erst ein paar Meter später. Im Vergleich zu den letzten Wettkämpfen war die Strecke äußerst schön zu laufen, es war ziemlich eben, manchmal ging's sogar bergab und selbst die in unseren Breiten unvermeidbaren Steigungen waren gut zu bewältigen – also Waldeslust pur!

Diesmal schaffte ich es endlich mal wieder, nicht wie von einer Tarantel gestochen wegzurennen. Wozu Verstopfungen manchmal gut sind.... Meine Beine waren nach meinem langen Lauf am vergangenen Wochenende zum Glück nicht so schwer wie zunächst befürchtet. Lauf locker, befahl ich mir und nach gut einem Drittel unserer Strecke gab's auch schon was zum Trinken. Leider schaffe ich es immer noch nicht, bei gleichbleibendem Tempo ohne größeres Malheur zu trinken. Deshalb nehme ich auch nur Wasser. Trotzdem - damit ich auch was intus bekomme, muss ich Mini-Gehpausen machen. Wenn man schon mal versorgt wird, nimmt man sich ja nicht extra noch was mit!

Weiter ging's durch ein nettes Wäldchen. Stellenweise war der Boden etwas schwer, d.h. ich versuchte, mein lockeres Tempo nach wie vor zu halten, da ich wusste, dass ich noch Kraft für den letzten Aufstieg brauchen werde. Wieder gab's Wasser und wieder verlor ich ein paar Sekunden, die ich mit einem kurzen Sprint zu kompensieren versuchte. Die Km gingen auf dieser dankbaren Strecke schnell vorbei. Huch, schon 8 km?!?! Schließlich lief ich in den Ort wieder hinein, d.h., das 9Km-Schild musste ich übersehen haben.

Gleich am Ortseingang stand ein etwa 10-jähriger Junge - bewaffnet mit einer Tupper-Karaffe Wasser und einigen IKEA-Bechern, von denen er mir gleich 2 entgegenstreckte. Sonst kriegt man immer kleine Patschehändchen zum Abklatschen hingehalten und diesmal gibt's sogar was zum Trinken! Ich konnte natürlich nicht nein sagen - doch wie entsorge ich jetzt den IKEA-Becher? Ich trank ihn schnell leer und sah im selben Moment die Regentonne, die nicht weit weg von ihm stand. Das Wasser wird doch nicht... na lecker! Dabei hätte ich es wissen müssen, ich habe doch selber so einen Lausbub, doch man fällt immer wieder drauf rein! ;-)) Egal, jetzt war's schon passiert und drückte dem Jungen den leeren Becher in die Hand. DEN konnte ich ja nicht so einfach wegwerfen! Zum Glück verträgt mein Magen ja einiges... aber dennoch hat mich die Recyclingfrage und Einkehr in diese "Kneipe" wieder einige Sekunden gekostet, d.h. diesmal hatte ich meine Bestzeit im wahrsten Sinne des Wortes mit 48:57 versoffen!

Fazit: frau braucht nicht nur Techniktraining, sondern auch Trinktraining!

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Na denn Prost!

Also trinken kann ich ;-) Für so eine Zeit würde ich wohl auch einen Becher Regenwasser nehmen...

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