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So. Heute war also Tag der Wahrheit. Endlich mal zum Arzt (mein Hausarzt seit einem Jahr und Sportmediziner noch dazu) und die Karten auf den Tisch gelegt: Bandscheibenvorfall vor zwei Jahren, nun wieder Kribbeln und Taubheitsgefühl an den Fußsohlen, keine bis gut erträgliche Schmerzen. Reflexe waren alle okay, auch ansonsten fand er's nicht besonders besorgniserregend. Soll erst mal Physio machen und Ibuprofen einwerfen, wenn's nicht besser wird, sehen wir weiter... Klingt gut, finde ich... Vor allem weil ich im Moment keine Lust habe, meine kostbare Zeit in Wartezimmern mit dem Warten auf Kernspin oder neurologische Untersuchungen zu verbringen.
Gymnastik hat er vorgeschlagen, und meine Idee, mir ein Fitneßstudio zu suchen, fand er auch gut.

Also allen Mut zusammen genommen und auf's Laufen angesprochen. Hier hätte ich mir nun ne andere Antwort als die folgende gewünscht:
Naja, dabei bekommt die Bandscheibe halt doch immer wieder Stöße ab - ich soll mir lieber was Rückenschonendes suchen: Kraul- oder Rückenschwimmen, Radfahren oder sowas.
Ist ja alles schön und gut, aber ich will nunmal LAUFEN!

Zum Glück hab ich bei meinem letzen Blogeintrag viele positive Rückmeldungen bekommen (an dieser Stelle nochmal ein herzliches Dankeschön dafür), also lass ich mich jetzt von der einen Meinung nicht runterziehen.
Ich mach erst mal Pause mit dem Laufen, zieh meine Physio durch und such mir ein richtig gutes Studio. Und wenn ich dann Bauch- und Rückenmuskeln aus Stahl habe, sollte es auch mit dem Laufen wieder hinhauen ;-)

Zuversichtliche Grüße,
Anja

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2'te Meinung?

Hm, also wenn ich da so undifferenziert von Kraulschwimmen lese - das ist ist, wenn ich es recht in Erinnerung habe nur dann halbwegs Rückenschonend, wenn man es enau richtig macht - bei falscher Kopfhaltung kann da auch einiges schief gehen.

Und mit dem "richtig machen" kann auch Laufen gut sein - meine Meinung und die meiner Freundin - die seit ihrer BandscheibenOP auch eifrig läuft und auch gute Fortschritte was ihren Rücken angeht macht.

Gut, die Stützmuskulatur muss da sein - dafür hast du ja Physio und Fitnessstudio, aber frag auch mal deinen Physiotherapeuten was der zu Laufen meint.

Da fällt mir ein, es gab da letzt ein "Quarks und Co" in dem Sie die Belastung für den Rücken durch verschiedene Sportarten gemessen und verglichen hatten - Laufen kam da ziemlich gut weg, schau dir den Beitrag noch mal an, ich hab es nicht mehr so ganz in Erinnerung, und noch die Seite dazu, insbesonder den Vergleich.

Kopf hoch, Rücken gerade, wird schon!

Matthias

Bandscheiben und Laufen

Im Durchschnitt hat Dein Doc meiner Meinung nach recht: Laufen staucht Bandscheiben und deswegen ist Laufen nicht erste Wahl bei Vorfällen. Je weiter unten der Vorfall, desto kritischer.

Allerdings hat die Medaille noch eine zweite Seite: Wenn mein bescheidenes Anatomiewissen korrekt ist (und es wird sich sicher jemand finden, der mich korrigiert, sollte ich Müll absondern), sind es solche Stauchungen, die (auch zusammen mit der Entstauchung im Liegen) erheblich an der Nährstoffzufuhr von dem Bänder- und Knorpelgedöns der Bandscheibe beteiligt sind.

Will sagen: Laufen (sofern technisch gut ausgeführt und nicht übertrieben) ist für die Bandscheiben eines Menschen mit (dafür) ausreichendem Stütz- und Haltemuskulaturapparat prinzipiell gut.
Das deckt sich bei mir übrigens mit dem Umstand, dass mein Bandscheibenvorfall (allerdings in der unteren Halswirbelsäule) trotz recht erheblicher Laufmenge und mit extrem wenig Ausgleichssport eher besser als schlechter geworden ist.

Ich will Dir jetzt nicht zu exzessivem Laufen raten, nur aufzeigen, dass Laufen auch bei Bandscheibenvorfällen nicht per se schlecht sein muss. Und Physiotherapie ist sicher angezeigt, wenn's schon wieder kribbelt und taubt.

Als Studio-Alternative kann man übrigens bei guten Krankengymnasten tolle Übungen abgreifen, für die man lediglich sich selber und einen geraden Untergrund braucht und die das trainieren, was sowieso für Laufen extrem nützlich ist: Rumpfstabilität. Gibt's auch in der "Advanced"-Variante mit Theraband. Allerdings sind mir diese Übungen dermaßen lästig, dass ich mich möglichst häufig davor drücke...

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de nihilo nihil

ja, ja, die bandscheiben....

...können einen ganz schön ärgern. und ärzte auch ;-)
falls es von interesse ist, hier ein paar eigene erfahrungswerte:
ich renne mit 3 (!) bandscheibenvorfällen durch die gegend- und das meistens völlig schmerzfrei. sehr zum wohlgefallen meines orthopäden übrigens.
das hat geholfen:

bei schmerzen sofort mit schmerzmitteln intervenieren, noch bevor sich schmerzbedingte fehlhaltungen tagelang manifestieren

krankengymnastik und vor allem: pilates

laufen (nährt die bandscheiben und baut stress ab)

pilates ist DER burner, stabilisiert die rumpfmuskeln, man lernt jede menge dehnübungen, ausgleichs- gymnastik, körperwahrnehmung....
(ich habe keine aktien da drin- die reklame mache ich aus überzeugung ;-))

jedenfalls: keep on running! ist genau richtig, nicht runterziehen lassen :-)

LG, reena :-)

Genau...

...nicht entmutigen lassen! Immer noch mal gucken, was geht. Und mit dem Muskeltraining biste doch gut davor...

Da fällt mir ein...Pilates...könnt ich auch mal wieder...

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...gar nicht verrückt, ist auch nicht normal...

Laufen ist gut...

...fuer den Ruecken.
Ich kann dir mal empfehlen die Quarks&Co Sendung zum Thema Ruecken anzuschauen (kann man sich al Podcast z.B. mit iTunes herunterladen). Die Sendung hiess "Die Last mit dem Ruecken" und wurde am 17.6.2008 ausgestrahlt. Darin hat Ranga Yogeshwar (der Moderator) verschiedene Sportarten durchgefuehrt. Nebenher hat ein Sportmediziner (oder Sportwissenschaftler) die Auswirkungen auf den Ruecken gemessen.
Das Ergebnis war dass entgegen der Annahme, Laufen sehr gut fuer den Ruecken ist. Zumindest um Rueckenproblemen vorzubeugen. Wie es dann natuerlich ist wenn man bereits Probleme hat kann ich nicht beurteilen.
Ich selbst hatte vor ein paar Jahren einen Vorfall und Laufe heute wie der Weltmeister (auch Marathon). Ich bin meist beschwerdefrei. Nach dem Marathon hab ich etwas im Ruecken gespuert. War aber am naechsten Tag wieder vorbei.

Hab jetzt von vielen Aerzten gehoert, dass warscheinlich jeder 2. Deutsche einen Bandscheibenvorfall hat, davon jedoch nie etwas merkt.

Ich wuerde mir da mal ne 2. Meinung einholen. Am Besten von nem Arzt der selbst laeuft :-)

Ride on,
Holfo

Hi Anja, das hört sich ja

Hi Anja,
das hört sich ja nicht gut an, zumindest für den Moment.
Schön, dass Du Dich nicht entmutigen lässt.

Ich hatte auch anfangs starke Probleme mit dme Knie. 2 Ärzte sagten, ich soll aufhören mit Laufen. Dann hat mir einer Fitnessstudio geraden und mir die nötigen Muskelgruppen aufgeschrieben. Damit bin ich dann zum überforderten Trainer gegangen. Aber alles in allem habe ich dann dadurch bestimmte Muskelgruppen aufgebaut, mein Knie sitzt nun wieder richtig in der Pfanne und die Probleme sind weg ....

Will sagen: Es kann helfen, musst nur das richtige Studio oder den richtigen Trainer finden. Da gibts himmelweite Unterschiede.

Halt die Ohren steif und viel Glück
Jürgen

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