2 Tote bei Extremberglauf! Da hört sich doch jedes Verständnis auf, da mischt sich Trauer mit Wut! Die verantwortlichen Organisatoren müssten es doch wissen, die Läufer, die sich darauf einlassen eigentlich auch, in unseren Bergen kann bei der derzeitigen Wetterlage immer mit Schnee, Sturm und Kälte gerechnet werden! Wieso werden solche Läufe nicht abgesagt oder verschoben????? ich versteh es nicht! Hochachtung vor den Männern und Frauen der Bergwacht, die wiedermal ihre Leben einsetzen mussten, um solchen hirnverbrannten Schwachsinn wie einen Extremberglauf bei diesem Wetter auszubügeln!

Nichts gibt´s ohne Risiko!

Und man willigt nicht umsonst bei JEDER Anmeldung ein, den Lauf auf eigene Verantwortung anzugehen. Tote gab und gibt es auch bei flachen Stadtläufen, darüber hinaus kann sich das Wetter im Hochgebirge in Minutenschnelle wenden. Ob hier von Seiten des Veranstalters fahrlässig gehandelt wurde, wird noch zu ermitteln sein. Voreiliges, undifferenziertes "Haltet den Dieb!" - Geschrei ist auf jeden Fall Fehl am Platz.

*trauer* Mein Beileid an die

*trauer*

Mein Beileid an die Angehörigen! ;(

Mitgefühl

- für die Angehörigen der Verstorbenen
- aber auch für die Organisatoren!

Ich war schon oft bei Wettkämpfen dabei (mehr als Zuschauer, aber auch mehrfach als Teilnehmer) - auch schon in den Alpen bei Bergläufen. Ich bin mir ziemlich sicher, dass die Organisatoren des Zugspitzlaufes sehr wohl abgewogen haben, ob sie den Lauf absagen oder nicht - schließlich hat man heutzutage auch unten im Tal das Wetter oben vom Berg parat. Hätte man einen so extremen Wettereinbruch vorher sehen können, dann hätte man den Lauf vielleicht nicht gestartet. Die Organisatoren kommen schließlich nicht aus der Südsee und der Lauf fand nicht zum ersten Mal statt - von daher denke ich, haben sie schon nach ihren Möglichkeiten verantwortungsvoll gehandelt.

Die Verantwortung liegt eben auch in den Teilnehmern - wer im Hochgebirge laufen will und sich weder lange Hose noch langärmeliges Shirt mitnimmt, der tut das auf eigene Verantwortung, denn es ist bekannt, dass das Wetter in den Bergen schnell wechseln kann - ab gewisser Höhe ist immer mit Schnee zu rechnen auch im Hochsommer. Und dies wird auch oft genug im Vorfeld eines Laufes erwähnt.

Ich finde Bergläufe nicht schwachsinnig - und was nun als EXTREM bezeichnet werden kann, ist auch immer eine Frage der eigenen Gewohnheit, des Trainings und der aktuellen Verfassung.

Außerdem solltest du in deiner Wut bedenken, dass auch schon bei nicht außergewöhnlichen Wetterlagen Läufer beim Stadtmarathon tot zusammen brachen oder Profifußballer auf dem Spielfeld starben.......ich sehe das ganz pragmatisch: Wer lebt, der tut dies mit der Gewissheit zu sterben!

KOR WhiteTara

auch..

mein Mitgefühl für alle Beteiligten.

Vieleicht wäre es besser gewessen, den Lauf abzusagen, aber im Endeffekt muss jeder Läufer selbst wissen, was er sich zutraut.

Veranstalter

Ich war am Samstag zu Zugspitz Arena Lauf in Ehrwald: Es goß den gesamten Tag in Strömen, die Zugspitze war in dichte Wolken gehüllt und wir hatten nachmittags 12 Grad. Und für den Abend war eine Untwetterwarnung für das gesamte Gebiet herausgegeben worden! Es war offenes Thema, dass oben auf der Zugspitze Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt herrschen würden! Und offenbar hatten die Rettungskräfte bereits im Vorfeld gewarnt, dass bei dem Wetter keine Rettungsflüge möglich seien. Warum ist der Lauf nicht abgesagt worden??? Ich verstehe es nicht und bin zutiefst schockiert.
Unser Lauf war zwar "nur" nass und kalt, aber es war auch die erste Laufveranstaltung, bei der ich - zur Besenwagenfraktion gehörend - weder im Start, noch auf der gesamten Strecke noch im Ziel irgendein Sanitätsfahrzeug gesehen habe!! Und es hätte auf der glitschigen Strecke nur jemand ausrutschen müssen! Am Start hatten auch keine Matten gelegen, die erste Stelle, an der die vorbeilaufenden Startnummern kontrolliert wurden, war bei km 18!!!
Sicher trägt jeder Läufer auch selbst die Verantwortung; aber wenn ich als "Tourist" an einer solchen Veranstaltung teilnehme, bin ich zumindest bis jetzt immer davon ausgegangen, dass der einheimische Veranstalter das Risiko abschätzen kann und verantwortlich entscheidet. Das ist offenbar nicht der Fall!!

ich selbst bin eine der

ich selbst bin eine der Teilnehmerinnen des Laufes gewesen und habe noch nie so etwas "extrem" Schwieriges wie diesen Lauf bewältigt... aber ich habe es ja so gewollt. und die Veranstalter und/oder Bergwacht für die Schwierigkeiten verantwortlich machen zu wollen ist für mich Schwachsinn, nicht der Lauf, denn ich habe mich ganz alleine angemeldet, d.h. ich agiere als verantwortlicher Erwachsener, ohne zu erwarten, dass irgendwelche Obrigkeiten mich gängeln und an der Hand führen.
Leben ist Risiko, sogar in unserer "überzivilisierten" Welt. Das scheinen wir alle gerne zu vergessen und das Risiko - welches es auch sei - gerne auf andere abzuwälzen.
Wenn ich gerne Extremläufe machen möchte, muss ich mir also auch darüber im Klaren sein, dass es ein Risiko gibt, das ich alleine tragen muss und nicht auf andere schieben kann.

In diesem Sinne hoffe ich, dass der Zugspitzlauf auch nächstes Jahr wieder stattfinden kann!!!

Qui craint de souffrir, souffre déjà de ce qu'il craint...
Dossard 433 MDS 2007

Der Veranstalter nennt sein

Der Veranstalter nennt sein Event selbst "8. Zugspitz Extremberglauf" und jeder Teilnehmer unterzeichnet den Haftungsausschluss.

Die Schuld trifft hier ausschließlich nur die Läufer selbst! Der Veranstalter kennzeichnet seinen Lauf entsprechend, das Terrain ist Deutschlands höchster Berg und die klimatischen Schwankungen bekannt!

In unserer Gesellschaft überschätzen sich gern viele Sportler und Wörter wie "Extrem", "Marathon" oder "Ironman" werden inflationär häufig verwendet - bis ihre Bedeutung abhanden kommt.

Es ist mir unverständlich wie an einem solchen Lauf mehrere Hundert Sportler teilnehmen können. Man muss hier ernsthaft bezweifeln, dass viele nicht wissen worauf sie sich einlassen!

hallooooo

...andauernd wollen wir "eigenverantwortlich" handeln und nicht "gegängelt" werden. immer wieder schreien wir auf, wenn der staat oder sonstwer uns vorschriften macht. siehe rauchverbote u.ä.
genau wie bei dem "extrem-berg-lauf":
auch da geht es nach dem motto "wasch mich, aber mach mich nicht nass" - sprich: mach einen extrem-lauf für alle - aber auch für alle bitte gaaaanz viel sicherheit. nur: dann ist es kein extrem-lauf mehr, oder?
es gibt leider immer noch zu viele dummies, die sich schlichtweg überschätzen. selbst schuld. dafür den veranstalter verantwortlich machen ist ein bissi zu einfach.
____________________
laufend grüßt
happy

Also ich kann mich

Also ich kann mich denjenigen anschließen, die sagen, dass die Teilnehmer auf eigene Gefahr handelten! Dies haben sie auch unterschrieben und ich vestehe nicht warum der Veranstalter evtl. herangezogen wird!
Ich war zwar nicht dabei und hab noch nie so einen "extremen Lauf" mitgemacht aber als ich die Bilder der Läufer gesehen habe dachte ich mir nur OH MEIN GOTT.... die kamen mit Kleidung da oben an die ich ab 20+ Grad anziehe und nicht wenn ich weiß dass es Temperaturen kurz vor 0 Grad gibt.... sicher haben sie mein Mitleid aber andere für die eigene Dummheit verantwortlich zu machen ist kompletter schwachsinn!

Grüße

Rainer

Ich kann dir nur zustimmen

Ich kann dir nur zustimmen...
habe gehört, dass der lauf letztes jahr abgebrochen wurde, weil das wetter zuuu schlecht war.
mich würde mal interessieren, wieviele da rumgemosert haben und am liebsten weitergelaufen wären...

Da gab es

viele, die im letzten Jahr gemeckert haben. In diesem Jahr war das Wetter wohl noch schlechter.
Ich kann mich euch nur anschließen. Was einige da anhatten, war eindeutig zu wenig.

Hier kann man weitere Infos bekommen. Hoffe das klappt mit dem Link:
http://www.laufreport.de/archiv/0708/zugspitz/zugspitz.htm

Inumi
Wenn nicht jetzt, wann dann?

Eigenes Risiko

Mein Mitgefühl gilt den Angehörigen, aber das Mitleid gegenüber den betreffenden Läufern ist bei mir offen gestanden nur begrenzt. Mein Mann erzählte mir, dass er eine Frau (sie war bei den ersten) beim Zieleinlauf beim Stuttgarter HM beobachtet hatte, die von zwei Männern abgestützt wurde und dann hinter der Ziellinie zusammengebrochen ist. Wer trotz Hitze Bestzeiten hinterherhechelt, bzw. wer die vielen Hinweise der Veranstalter nicht beachtet, dem ist einfach nicht zu helfen.

Wir sind doch erwachsene Leute und können eigenverantwortlich handeln, bzw. auch bei einem Landschaftslauf im Tal läuft man immer auf eigene Gefahr. Ob ich gesund bin oder nicht, kann der Veranstalter ja nicht riechen. Außerdem sind mittlerweile die Wettervorhersagen sehr genau, so dass man sich als Läufer schon zu Hause überlegen kann, welche Laufkleidung gebraucht wird, bzw. ob man das Risiko überhaupt eingehen möchte. Im Gebirge kann's schnell Temperaturstürze geben. Daher verstehe ich auch die Läufer nicht, die in "kurz" kommen und keinen Rucksack mit Ersatzkleidung dabei haben. Die Besessenheit mancher Läufer lässt sie manche Gefahren ausblenden, denn was einzige, was zählt, ist der Tag X, an dem der Lauf durchgezogen werden muss, komme was wolle!

Den Veranstalter steckt in einem riesen Dilemma. Da oft einige Sponsoren involviert sind, ist eine Absage womöglich mit Regressansprüchen verbunden. Wer trägt dann das finanzielle Risiko? Allerdings: die medizinische Versorgung ist wohl erheblich vernachlässigt worden. Das musste man z.B. den Stuttgartern lassen: die Sanitäter waren überall präsent. Das war auch richtig so, denn die hatten bei der Hitze auch alle Hände voll zu tun!

Wenn man den Veranstalter verantwortlich machen wollte, müsste man ja auch Reiseveranstalter dafür verantwortlich machen, wenn mal wieder Touristen im Jemen, Kaschmir oder der Osttürkei entführt werden. Auch hier ist Eigenverantwortung gefragt. Wer trotz Reisewarnungen solche heißen Pflaster bereist, darf hinterher nicht jammern, wenn er hinterher für die Kosten einer evtl. Befreiungsaktion aufkommen muss.

laufend fit und gut drauf!

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