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Auch so ein alter Knochen wie ich erlebt manchmal noch was Neues. Seit dem Wiedereinstieg ins Training nach dem Post-Marathon-Müßigang ist Muskelkater bei mir ein Dauerzustand. Kenne ich sonst nicht. Außerdem sehe ich nach einigen Grillfeten nicht mehr wie ein Skelett aus. Daher gestern (Samstag) das erste Mal seit Ende April wieder 22 Km, und zwar gar nicht so langsam.

Heute trotz Klitscko-Kampf wie immer zeitig aufgewacht, obwohl ich mich kurzfristig von der Arbeit freigemacht hatte. Statt den Morgen über rumzugammeln zum ersten Mal spontan zu einem Wettkampf um die Ecke im Wald gefahren. Als ich zum Warmmachen aus dem Auto stieg, dachte ich, da geht gar nichts - mach lieber Deinen geplanten Erholungslauf. Dann lief's doch o.k., ein 10er mit zwei Fünf-Km-Runden im Tegeler Forst in Berlin. Die kleinen Veranstaltungen der Vereine sind immer noch viel rühriger organisiert als die Mega-Events, also ein großer Dank an den VfL Tegel.

Auf der zweiten Runde zog ich mich kurz vor Schluss an einen Läufer ran, der beim Start vor mir gestanden hatte. Meine Luft reichte beim Überholen noch zur gehechelten Aufforderung, sich ranzuhängen und die letzten beiden Kilometer von mir ziehen zu lassen. Er konnte aber nicht mehr. Im Ziel fragte ich ihn, ob er noch unter 40 Minuten geblieben sei. Da sagte sein Vater oder Betreuer zu mir: "Er kann Dich nicht hören." Aber er kann laufen, und wie. Und ich denke, dass er zumindest mein Schulterklopfen verstanden hat. Was sind dagegen schon ein lächerliches Ziehen in den Oberschenkeln und die Symptome eines Tennisarms.

Gruß an alle,
Docrob

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Schicke Sache das.

Spontan zu 'nem Wettkampf finde ich ja schon beeindruckend. Aber das es dann noch wider Erwarten gut läuft und auch eine schöne Begebenheit zum Nachdenken dabei rausspringt - sehr fein.

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de nihilo nihil

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