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Hallo Jogmapper,
letzte Woche bin ich beim Stuttgarter-Zeitungslauf mitgelaufen. Es hat sich ja sicher herumgesprochen, dass es für einen Halbmarathon viel zu heiß war. Schlecht war außerdem der verspätete Start, so dass man auf jeden Fall in die große Mittagshitze kam.
Da ich mich aber lange auf den Lauf gefreut hatte, wollte ich trotzdem starten und dabei möglichst kein Kreislaufproblem riskieren. Also verabschiedete ich mich von meiner Zielzeit unter 2 Stunden zu kommen.
Ich lief also 2 Stunden 8, mir ging es aber gut und ich hatte Spaß.
Viele Läufer sind wegen Kreislaufprobleme vorzeitig ausgestiegen. Das kann ich verstehen und finde es auch vernünftig.

Was ich aber nicht verstehen kann, wenn jemand nach der Hälfte der Strecke aussteigt, weil er seine angekündigte Zielzeit nicht erreichen kann und es so keinen Sinn mehr macht, weiter zu laufen.

Ich denke, dass den Läufern, die es nicht schaffen weit unter 2 Stunden zu laufen signalisiert wird: Ihr seid doch viel zu langsam. Warum lauft ihr überhaupt mit?
Was meint ihr dazu?

Aussteigen, weil Zielzeit nicht erreicht werden kann?

Was ich aber nicht verstehen kann, wenn jemand nach der Hälfte der Strecke aussteigt, weil er seine angekündigte Zielzeit nicht erreichen kann und es so keinen Sinn mehr macht, weiter zu laufen.

Ich denke dass das eher selten vorkommt. Die meisten haben dann doch den Ehrgeiz durchzulaufen. Einen schlechten Tag hat jeder mal. Jeder schlechte Wettkampf ist auch eine Trainingseinheit. Woher willst Du wissen warum die Leute aufgeben / aufgegeben haben?

Ich denke, dass den Läufern, die es nicht schaffen weit unter 2 Stunden zu laufen signalisiert wird: Ihr seid doch viel zu langsam. Warum lauft ihr überhaupt mit?

Wenn jemand aufgibt dann macht er sich, nach meiner Meinung, keine Gedanken über die anderen Läufer.
Schnelle Läufer haben in der Regel einen riesen Respekt vor den langsamen Läufern, unter Anderem weil die sich bei der Hitze über zwei Stunden quälen und eben nicht aufgeben.

Für micht interpretierst Du in das Verhalten etwas hinein, was es vielleicht gibt, aber wohl eher die Ausnahme ist.

Viele Grüße
andi

Gibt es diese "Zeitaussteiger" wirklich?

Ich war in Stuttgart auch dabei und hab mich von meinem ursprünglich geplanten 1:55 h bereits vor dem Start verabschiedet. Bin dann ganz brav und gemütlich nach Puls gelaufen und hab mich über jede Wasserstelle hergemacht.

Wenn jemand wirklich nach der Hälfte wegen der Zeit aussteigt, dann sieht er das ganze schon sehr verbissen. Ich denke, die meisten laufen ja aus Freude und sind froh, wenn es klappt, aber auch nicht total deprimiert, wenn es dann nicht hinhaut.

Meiner Meinung nach war in Stuttgart jeder ein Sieger, der es geschafft hat, gesund und langsam durchzukommen, oder aber die Vernunft hatte, auszusteigen wenn es nicht mehr ging.

Signale von schnelleren, oder aussteigenden Läufern empfange ich grundsätzlich nicht, weil ich nur für mich laufe, und froh bin, wenn ich meine mir selbst gesetzten Ziele erreiche.

Auf jeden Fall hat Stuttgart, trotz der Hitze, viel Spaß gemacht und war, meiner Meinung nach, top organisiert.

Vorzeitiges Aussteigen

Hallo Joane,

zum ersten Mal ist mir das beim Hamburg-Marathon bei der Laufprominenz (Ulrike Maisch und Martin Beckmann) aufgefallen. Offen gestanden war ich es, die sich im ersten Moment fragte, was denn das für Weicheier sind! Aufgeben, nur weil es mal nicht so rund läuft? Die Qualifikation für Olympia stand auf dem Spiel, wurde ich daraufhin aufgeklärt. Ich vermute, sie hatten deshalb aufgegeben, damit sie es bei einem anderen Marathon nochmals versuchen können. Hmmm. Kann man auch wieder verstehen, denn es hängt 'ne Menge dran - das Erlebnis, dabei sein zu dürfen und außerdem winken ja noch viele Euronen, wenn's gut läuft!

Bei uns "Normalsterblichen" ist mir das noch nie aufgefallen. Mittlerweile kenne ich viele "weit unter 2 Stunden"-Läufer (incl. meine Lauffreunde), die jeden Läufer in jeder Hinsicht respektieren und selbst trotz ihrer Super-Zeiten bescheiden bleiben ("Ich trainier halt wie die anderen auch").

In Stuttgart hatten wir alle unsere Bestzeiten sonst wohin stecken müssen. Unsere Gesundheit ging vor! So wurde es ein Trainingslauf mit 21,1 km langem Spaß! Die Verzögerung des Starts war zwar nicht das Gelbe vom Ei, aber alles in allem war's wieder ein super Lauf, dank den vielen Helfern, die uns u.a. auf der Strecke so gut mit Wasser und Duschen versorgt hatten!

Grüße

MC

laufend fit und gut drauf!

Aufgeben...

...ich kenne das auch nur von Top-Athleten, die keinen Sinn mehr drin sehen, irgendwie ins Ziel zu kommen, wenn sie ihre angepeilten Zeiten nicht erreichen.
Jeder unterhalb dieser schmalen Schicht von vielleicht 1% der Läufer/-innen läuft weiter. Zumindest ist mir aus meinem Umkreis niemand bekannt, der es nicht täte.

"Ich denke, dass den Läufern, die es nicht schaffen weit unter 2 Stunden zu laufen signalisiert wird: Ihr seid doch viel zu langsam. Warum lauft ihr überhaupt mit?"

Dazu meine ich, dass der Sinn einer Botschaft auch vom Empfänger (du in diesem Fall) geschaffen wird. Was du aus einem mehrdeutigen Signal machst, ist deine Sache. Genauso gut kann ich verstehen: die Flaschen geben auf, während ich weiterlaufe.

Gruß
dadarun

Leben ist Bewegung

aufgeben

Also ich bin in Stuttgart auch an den Start gegangen und habe mich bereits vor dem Start von meinem Ziel 1:50 verabschiedet. Keiner kannte die neue Strecke wirklich und es war a) viel zu warm und b) standen wir nochmals 40 Minuten auf der Strasse weil c) alle Schattenplätze schon belegt waren.
Im Gegensatz zu einigen anderen fand ich den Lauf nicht Top Organisiert !! Die das finden muss ich fragen wo waren die Bananen wo war das Stückchen Müsliriegel wo evtl ein Stückchen Hefezopf !! ?? (Schaut mal in Freiburg vorbei)
Zum Aufgeben wollte ich noch sagen dass es sicherlich besser war aufzugeben als gesundheitliche Schäden zu nehmen !!
Die Spitzenläufer geben ja nur auf um nicht zu viele Körner zu verbrauchen um ein Wochenende später wieder zu laufen !! (siehe Beckmann) Also ich könnte eine Woche danach nicht schon wieder einen Halbmarathon laufen !!!
Ich werde mit meiner Halbmarathonanmeldung in Stuttgart nächstes Jahr so lange warten bis ich in etwa weiß wie warm es da sein soll- wen es wieder so warm wird schaue ich den Läufern aus dem nahegelegenen Leutze Bad zu und trainiere morgens um 6 Uhr bei angenehmen Temperaturen

Hallo, man sollte hier

Hallo,

man sollte hier zwischen denen unterscheiden, die wirklich Spaß daran haben zu laufen und sich was gesundes antun wollen und denen für die die Zeit wichtig ist.
Je nach "Läufertyp" hat man auch an so einem Lauf Spaß oder halt auch nicht, weil man auf die Zielzeit nicht kommt.
Wenn die Zeit denn so wichtig ist - Schüsss, die anderen beglückwünsche ich für Ihre Einstellung und die Weise wie sie die Situation managen.
Schönen Sonntag noch.
Harry

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