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Gestern (Dienstag) früh erreichte mich im Büro eine E-Mail. Eine Sportfreundin aus der Muckibude fragte an, ob ich denn nicht beim Staffelmarathon mitmachen könnte, der noch am gleichen Abend stattfinden sollte. Unser Mucki-Cheffe würde unser Team sponsorn. Ich kämpfte kurz mit mir selbst. Einerseits waren meine Beine vom Stuttgart-Lauf noch bleischwer und ursprünglich wollte ich bis heute (Mittwoch) pausieren, was sich meine Lauffreunde definitiv nicht vorstellen konnten, dass ich das schaffe! Andrerseits, der Gedanke, dass wir womöglich kein Team zustandebekommen war für mich unerträglich und außerdem verteilte sich die Marathon-Strecke auf mehrere Paare Läuferbeine. O.K., ich komme, mailte ich zurück.

Es gäbe allerdings noch ein Problem, kam es zurück, ich müsse mir noch ein Trikot mit dem Logo unserer Muckibude besorgen. Allerdings fallen die Dinger sehr groß aus. Also schnell beim Obermucki angerufen und ein XS-Trikot beantragt. Pragmatisch wie unser Didi ist, meinte er, er habe nur noch M da, aber das ist doch egal, denn wir sind ja nicht auf einer Modenschau! Du hast vielleicht Nerven, dachte ich. Naja, manchmal kommt man mit Diskussionen nicht weiter und außerdem kann ich ja evtl. vor Ort mit jemandem tauschen!

Ich hatte mich schließlich am Treffpunkt eingefunden, um noch kurz meine 8 Mannschaftskameraden beschnuppern zu können. Den Trikotausch konnte ich glatt vergessen, denn es war eine Läuferin da, die - man sollte kaum glauben, dass es das gibt - noch kleiner als ich war! Brav zog ich mir mein Trikot in M drüber. Es ging fast bis an die Knie und hatte was von einem Umstandskleidchen. Hoffentlich wird's bald dunkel, dachte ich und kompensierte die Überlänge mit meiner Schlabbergoschen.

Wir waren insgesamt 4 Teams, wobei der Favorit sofort feststand. Ich musste/durfte in unserem Team als 8. starten. Mit bleischweren Beinen (offensichtlich zu viel Gewicht für meine Pferdesalbe!) und langsam aber stetig protestierender linker Pobacke, die mal wieder mit einem eingeklemmten Nerv (Ischias) zu kämpfen hatte, machte ich mich mit meinem Umstandsnachthemdchen im Schlafwagentempo auf die Socken. An einer Kurve waren vier Damen mit Rubens-Ausmaßen mit ihren Schoßhündchen - selbstverständlich ohne Leine - unterwegs. Mein gerufenes "vorsicht Läufer" stieß auf taube Ohren, während ich schauen musste, wie ich das Gequatsche und Gekläffe hinter mich lassen kann, ohne selbst auf die Schnauze zu fallen. Super - mein 1. Einsatz war geschafft, doch über die Zeit schweige ich mich mal lieber aus. Der Lauf plätscherte weiter vor sich hin. Shit, ich bin schon wieder dran! Wie der Storch im Salat ging ich in die 2. Runde. Immerhin hatten wir noch mehr Bleifüße im Team - sei es durch Stuttgart oder Triathlons, was doch tröstlich war. In der Endrunde, die unser Team gemeinsam laufen wollte, streikte mein Bobbes nun ganz, so dass ich nur meinem Team nachwinken konnte. Immerhin sind wir 3. geworden, nicht schlecht für die Umstände.

Als ich wieder zu Hause ankam, hielt ein Wagen vor meiner Tür. Das Fahrerfenster wurde heruntergelassen und ich erblickte meine breitgrinsenden Lauffreunde. Auf Grund meines Aufzugs war ihnen sofort klar, was ich gemacht hatte. Soso, also doch gelaufen! ;-) Ob "Weizenbierexsesse" meiner Lauffreunde oder meine Laufexsesse - auf dem Land bleibt einfach nichts verborgen! ;-))

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Regnerationsstudie...

also wenn die das von der Regnerationsstudie noch erfahren, was die Massage so alles bewirkt...

;-)

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