Benutzerbild von MagnumClassic

Zunächst mussten am Samstag die Startunterlagen abgeholt werden, wobei auch das Shopping auf der Läufermesse nicht zu kurz kam. Lang lebe das Klischee Frauen und Schuhkauf – ich habe 2(!) Paar Laufschuhe ergattern können! Stolz hielt ich Günti meine Adidas in pink-weiß unter die Nase. Er hatte jedoch nur einen Blick für die Mini-Schuhgröße und fand’s nur niedlich. Manti stattete seine Yeti-Füße mit neuen Brooks aus, in denen meine Füße hintereinander reinpassen würden.

Spontan meldeten Manti, Günti, sein Freund Jogi und ich uns noch zu einer Studie über Regeneration an. Es soll dabei ergründet werden, ob Ruhe allein oder Massage für die Regeneration besser ist, wobei die Probanden zufällig in den Ruheraum oder eben zur Massage eingeteilt werden. Hoffentlich bekommen wir eine Massage, dachten alle übereinstimmend.

Gestern war’s endlich soweit. Ich werde immer wieder gefragt, wie man bei solchen Massenläufen mitmachen kann! Wer jedoch ein Konzert von Tokio Hotel zwischen 13.000 kreischenden Teenies miterlebt, bzw. überlebt hat, dem kann so leicht nichts mehr erschrecken!

Der Wetterbericht versprach mollig warmes Wetter. Macht nichts, denn zum Glück bin ich ein Sonnenanbeter und kann auch gut bei Hitze laufen! Die Hitze beim Stuttgart-Lauf sowie die obligatorische Startverzögerung von über 30 min. sind übrigens so sicher wie das Amen in der Kirche. Man läuft so quasi regelrecht in die Mittagshitze hinein.

Alles war vorbereitet – Tasche gepackt, Vaseline auch in den blasenträchtigen Fußregionen aufgetragen, die Beine mit meiner Pferdesalbe munter gemacht und gleich meine neuen niedlichen pink-weißen Adidas eingeweiht.

Die Sonne gab wie angekündigt ihr Allerbestes , als wir uns allmählich in unseren jeweiligen Startbereichen formierten. Kaum waren wir dort, wurde uns gleich die obligatorische Verzögerung von zunächst 15 min. eröffnet. Anscheinend gab’s auf der Strecke einen Unfall, die Feuerwehr musste die Straße säubern. Vor uns waren noch die Handbiker an der Reihe, was noch zusätzliche Wartezeit nach sich zog. Außerdem solle diesmal keine Bestzeit angestrebt werden, so der dringende Appell der Organisatoren, denn immerhin hat’s beim Stuttgart-Lauf auch schon Todesfälle gegeben. Dann sollte man auch wirklich um 9:00 Uhr starten können, bzw. den Start auf 8:00 Uhr vorverlegen, finde ich, zumal es in Stuttgart naturgemäß immer sehr warm ist und das Hitze-Problem zudem nicht neu ist.

Es war bereits 9:40, als ich die Startlinie endlich passieren konnte. Auf der Strecke war erst mal zähfließender Verkehr mit Stauungen angesagt, was einem den Vorsatz, langsam zu beginnen positiv umsetzen ließ. Nachdem ich die Bestzeit knicken konnte, versuchte ich die Balance zwischen gesundem Ehrgeiz und einem halbwegs flotten Tempo zu finden. Bereits nach 2/3 km war ich klatschnass geschwitzt. Die permanente Abbremserei an den stauträchtigen Engstellen oder Kurven, bzw. das Getänzel, um überholen zu können, kostete jede Mange Kraft und Konzentration. Für das Sightseeing auf der neuen Strecke hatte ich gar keinen Nerv, obwohl mich eine Bekannte, die ich in der Läufersuppe getroffen hatte, noch daran erinnerte. Irgendwann war ich so angenervt, dass ich mich in den Kurven außen hielt, bzw. dort, wo’s möglich war, auf den Gehwegen lief. Das hatte zwar den Nachteil, dass ich effektiv mehr laufen musste, aber immerhin kam ich so an den Läufern vorbei, bzw. die Zuschauerzahl war so übersichtlich, dass es keine Zusammenstöße gab. Die Zuschauer waren leider sehr zurückhaltend. Der Schwabe macht halt keine großen Worte und „schafft“ viel, so dass es für’s Häusle und dem Mercedes reicht, der jeden Samstag gewaschen wird! ;-)) Die könnten von den vermeindlich „kühlen“ Hamburgern jede Menge lernen! ;-))

Bei Km 8/9, bzw. 11 bei der Villa Berg gab es kleine Anstiege, wo ich an einigen Läufern vorbei ziehen konnte. Ich fühlte mich leichtfüßig wie eine Bergziege – der Pferdesalbe und Günti, unserem begnadeten Bergläufer, sei Dank!

Das Laufen in der Hitze fiel mir auch gestern ziemlich leicht, aber: Wasser war Pflicht! Einen Becher trinken und einen über den Kopf sowie die kalten Duscheinlagen, die die Feuerwehr uns Läufern bot, ließen einem jeden Km genießen. Dennoch hatten die Sanis alle Hände voll zu tun! So mancher Kreislauf hielt der Hitze nicht stand, bzw. unverbesserliche Läufer gibt’s leider immer wieder. Weiter ging’s vorbei an einer Läuferin mit einer zwar weißen, aber langen (!!!!) Hose, einem Pärchen im Dirndl und einem Mädel in schwarz-rot-gold. Ich erreichte auch den 1:55-er Pace-Setter. Die Straßensituation hatte sich auf den letzten 5 km nun erheblich verbessert, so dass ich doch nochmals so gut es ging, auf die Tube drückte.

Nach 1:51 kam ich lächelnd statt hechelnd ins Ziel. Die Mitarbeiter der Studie nahmen mich gleich in Empfang und versorgten mich mit Wasser und Obst. Bis auf Günti hatten wir übrigens Glück – wir bekamen unsere Massage!

0

Respekt!

Ja, so im Kessel kann's gut warm werden! Puh, wenn ich dran denke - mit so einer pace 21,1 km... Da fange ich schon im Sitzen zu schwitzen an.
Und die Pferdesalbe??? Hat's gewirkt? (Also außer beim Anstieg...)

Die Studie ist noch nicht abgeschlossen

Bis einschließlich Mittwoch müssen noch sogenannte "Befindlichkeitsfragebögen" ausgefüllt werden. Solange darf ich übrigens auch keine Pferdesalbe benutzen! Schnief!

Ich halt' dich auf dem Laufenden!

Grüße

MC

laufend fit und gut drauf!

Vielen Dank!

So langsam fange ich an, auf die Pferdesalbe zu schwören! ;-))

laufend fit und gut drauf!

Gruß aus dem "kühlen" Hamburg

Glückwunsch zur klasse Zeit, wie schnell wärst du aber erst bei einem ländlichen Wettbewerb mit Pferdesalbe...
Da hättest Du am Wochenende mit Nezzwerker und mir in Barsbüttel besser abgeschnitten:-)
Aber merkwürdig, daß die Veranstalter aus vorigen Hitzerennen (sogar mit Toten?!) nicht lernen und den Start früher legen. Das Problem gibt es ja auch bei einigen Marathons (Köln, Stockholm etc.).
Aber natürlich gibts auch viele unbelehrbare LäuferInnen, die selbst bei der größten Hitze noch ihre PB auf Teufel komm raus verbessern müssen. Wo bleibt die Vernunft.
Und ich persönlich finde ja, das sowohl Massenläufe mit mehereren tausend wie auch kleine Läufe, wie der Hm in Barsbüttel mit knapp hundert StarterInnen ihren ganz eigenen Reiz haben.
Gruß, Marco
You´ll never mass(ier) alone

Na dann!!!!

Ich glaube ich muss mal eben in die Apotheke ;-))

Hi super, gratuliere zu der

Hi super, gratuliere zu der Zeit bei der Hitze, die Ihr hattet. Ich versuch da gar kein Tempo zu machen,sodern einigermaßen durchzukommen, hab die Temperaturen auch heute beim Training gemerkt, lege allerdings meine Läufe so, daß ich in die Hitze komme, um meinen Körper daran zu gewöhnen.
LG Astrid

Darstellungsoptionen

Wählen Sie hier Ihre bevorzugte Anzeigeart für Kommentare und klicken Sie auf „Einstellungen speichern“ um die Änderungen zu übernehmen.

Google Links