Langsam aber stetig geht es weiter. Auch wenn es zugegebenermaßen manchmal nicht so leicht ist, sich zu überreden rauszugehen, lasse ich den Schweinehund gar nicht erst raus und gehe trotzdem schön brav mit meinem Vater laufen. Dieser hält sich auch brav dran, auch wenn er sich beschwert.
Zwingt ihn ja niemand, mitzukommen. Aber er weiß genauso gut wie ich, dass das tolle Gefühl nach dem Lauf Belohnung genug ist, dass man sich danach einfach wunderbar wohl fühlt.

Morgen wird dann endlich wieder auf 3 Minuten am Stück erhöht, worauf ich mich schon freue. Mein Vater ist eher skeptisch und kann sich nicht vorstellen, jemals eine halbe Stunde am Stück zu laufen, doch ich bin zuversichtlich. Wieso sollte er es nicht schaffen? Er ist ja schließlich rundum gesund und höchstens erschöpft von der Arbeit. Und was ist nach einem anstrengenden Bürotag besser als ein kurzer Lauf durch den Wald und anschließen eine kühle Dusche oder ein Sprung in den Pool? Insgeheim genießt er es ja doch.
Was mich angeht - ich weiß, dass ich weitermachen kann und werde. Ich bin immer noch motiviert und fühle mich auch jeden Tag besser. Zwar bin ich immer müde und spüre die Anstrengung deutlich in den Beinen (daher kann ich mir nicht vorstellen morgens zu laufen), aber dafür genieße ich den Abend umso mehr und schlafe viel besser da ich endlich wieder die Nacht durchschlafe und erfrischt um halb 9 aufwache.
Die nächsten Wochen können also kommen, ich laufe weiter, egal ob gerade die Sonne scheint oder es regnet.

Das einzige was mir gestern Kummer bereitet hat, war mein linker Knöchel. Schon morgens hat er ständig geknackst, und das zum Teil schmerzhaft bei fast jedem Schritt. Beim Laufen habe ich es dann wieder deutlich gespürt, auch wenn es gegen Ende aufgehört hat wehzutun. Ich frage mich, wovon das kommen kann?
Heute tut es schon nicht mehr weh, werde morgen beim Lauf aber nochmal gut auf meinen Fuß achten.

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