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Dieses Wochenende stand wieder ganz im Zeichen übervoller Terminkalender. Das Ganze darf man jedoch nicht überbewerten, denn unter gewissen Zeitgenossen befinden sich Spezies, die fast schon standardmäßig die Verabredungen frühestens 1 Tag vorher wieder absagen.

Doch nun von vorn: allein für heute standen zwei Termine auf dem Programm – ein Brunch mit nichtlaufenden Freunden und einem spontanen Date zum Frischlinggucken in der Verwandtschaft meines Mannes. Aus diesem Grund sagte ich den Nagold-Lauf (Erzgrube) mit meinen Lauffreunden Manti und Günti ab und meldete mich stattdessen spontan für den gestrigen 10er in Bad Herrenalb an. Kurz vor meiner Abfahrt nach Bad Herrenalb kam eine E-Mail aus der hervorging, dass der Brunch verlegt wird. Na super! Und ich sag' dafür noch extra unseren gemeinsamen Lauf ab! Naja, man darf nicht unfair sein, unsere Freunde sind sonst sehr zuverlässig und außerdem ist das zusätzlich zu besuchende Baby eine Ultra-Distanz von 60 km von uns entfernt, und dann noch von der Erzgrube erst noch zum Duschen (dort gibt’s keine Möglichkeiten) heimfahren (teils mit dem Fahrrad, da autofreier Sonntag!) und dann noch schnell was Essbares auf den Tisch bringen? Nee, zu stressig, dann doch lieber entschleunigt nach Bad Herrenalb am Samstag! Gut, dass man in solchen Momenten auf eine so große Auswahl an Wettkämpfen zurückgreifen kann!

Los ging's am Nachmittag mit dem Auto und meinen Deutschlandfähnchen nach Bad Herrenalb. Im Gegensatz zu vergangenem Donnerstag war die Anfahrt nicht weiter spektakulär. Dank dieser Fähnchen bin ich nach offensichtlich frisch erlittener Niederlage von Jogis Buben (im Radio kam statt Halli Galli nur Depri-Musik von Alicia Keys) von einem Autokorso an einer Kreuzung regelrecht in die Mangel genommen worden. Unter lautem Gehupe bin ich bei lebendigem Leibe zusammen mit meinem Auto und den D-Fähnchen unter Unmengen kroatischer Flaggen begraben worden. Naja, der härteste Witz ist immer noch der Sliwowitz, von dem am fraglichen Abend sicher noch reichlich geflossen ist! Sicherlich bin ich aus diesem Grund auch so schnell wieder ausgebuddelt worden.

Während wir im bewölkten und kühlen Simmozheim – auf Grund der angeblich meisten Sonnenstunden von unserem Landrat auch die „Toscana des Landkreises Calw“ genannt, froren, war's in Bad Herrenalb sonnig und warm. Nachdem ich mich mit den Örtlichkeiten – Umkleide, Toiletten, Startnummerausgabe vertraut gemacht hatte, mich ein bissel eingelaufen hatte, traf ich die ersten bekannten Gesichter. Vor lauter Palaver und Geschnatter hat ein Läufer seinen Start zum 5er-Lauf verpennt, was jedoch seinem Lauferfolg keinen Abbruch tat!

Uns 10-er Läufer wurde eröffnet, dass unser Start sich um etwa 15 Minuten verzögern wird, was meine Flüssigkeitsorganisation erheblich durcheinander brachte. Also wieder was getrunken und sodann nochmal auf's stille Örtchen gegangen. Nach gefühlter halben Stunde ging's endlich los. Ursprünglich hatte ich auf ein Wellnessläufchen spekuliert, da es sich hierbei immerhin um einen Stadtlauf und einem Kurort handelte. Da im Internet vorab keine Infos über evtl. Höhenmeter zur Verfügung standen, gab ich mich weiterhin meiner Illusion hin, mit anderen Worten: toppen statt floppen, war die Devise.

Es kam alles anders: anfangs ging's schön eben los und ich ließ mich mal wieder zu einem zu schnellen Beginn hinreißen. Hurra, die erste Steigung! Wie ich das liebe! Ich schnaufte wie ein Walross und auch mein Kreislauf wollte nicht so wie ich wollte. Nach etwa 3 km kam man oben an, um anschließend die ganze Chose wieder abwärts zu rennen. Die Strecke führte wieder zurück in den Kurpark, wo super Musik lief. Ein Kleinkind meinte, in dem Moment den Weg überqueren zu müssen, als ich gerade auf passender Höhe abbiegen wollte. Ich konnte nur das Kind packen, es um die eigene Achse drehen, um die Kurve für beide Seiten schadlos kriegen zu können.

Nun ging's in die 2. Runde. Auf der Ebene konnte ich noch an einem Uschistrumpfträger vorbeiziehen. Hiermit war zumindest geklärt, dass man damit nicht schneller läuft. Wieder ging's bergauf mit Kurs auf den holprigen Waldweg. Zwischenzeitlich hat sich mein Kreislauf wieder berappelt, aber irgendwie steckte mir offensichtlich auch der 10er von letztem Wochenende in den Beinen und die Konzentration ließ auch zu wünschen übrig. Prompt hatte ich einen Stein übersehen. Ich musste eine Horde Schutzengel gehabt haben, denn nach meiner Flugeinlage, konnte ich mich ohne umzuknicken abfangen. Jetzt noch die letzte Bergabpassage und husch husch ins Ziel! Mit 48:07 konnte ich leider den letzten Lauf doch nicht toppen, was mich etwas frustriert hat. Immerhin bin ich wie letzte Woche in meiner AK 3. geworden und um ein Biomüsli reicher.

Übrigens – zu Hause angekommen, fand ich die Absage für's Babygucken vor. Am Baby lag's jedoch nicht! ;-))

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Naja...

Also dass ich in "Uschistrümpfen" in Marbach nicht auflaufen darf, weiß ich wohl... Aber dass 48:07 für dich langsam ist... uaaaaa... ich bekomme Angst! Von einer sub 50-Zeit auf 10 k träume ich noch!

Das hört sich ja......

nicht unbedingt nach Wellneslauf an, der es eigentlich werden sollte ;-)) So wie ich dich mittlerweile durch die vielen Berichte zu kennen glaube, hat dir das aber nichts weiter ausgemacht. Oder :-))?
Nur für den Fall dass es dich interessiert (wenn nicht, einfach ignorieren:-): mein 2.Stäffeleslauf war auch ganz i.O. 48:37 - bin mehr als zufrieden, da 4 min weniger als '07.

Es grüßt wie immer aus der Nachbarschaft
LaLeLäufer

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