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Hallo und guten Morgen,

ich wollte hier mal zum Besten geben, wie mein erster Halbmarathon gelaufen ist.

Der Wecker hat gestern (Sonntag) um 6:30 geklingelt und dann bin ich tapfer mit einem flauen Gefühl im Magen aufgestanden. Danach schön gefrühstückt und auf meinen Kumpel gewartet.

Um ca. 8:20 Uhr waren wir dann in Opladen und uns laufen schon einige Leute mit Startnummern entgegen. Wir haben zuerst gedacht wir hätten den Start verpasst, aber es waren nur Läufer die sich schon warm machen. Wir sind dann auch einmal durch die Fußgängerzone spaziert und haben uns danach auch locker warm gemacht.

Kurz vor dem Start kamen uns dann die Kenianer entgegen, wir haben sie also kurz gesehen und dann nie wieder. :-)

Als Anfänger und für den ersten Halbmarathon haben wir uns auch schön hinter den 2:30 Ballons aufgestellt und dann ging es los. Am Anfangen lief alles noch sehr gut, wir haben uns auch an vielen Läufern weiter nach vorne vorbei geschlängelt. Kurz vor dem ersten Waldstück haben wir sogar den 2:15 Ballon gesehen und haben uns gesagt, oh wir sind doch etwas schnell, da haben wir uns an eine kleine Gruppe dran gehangen die ungefähr unser Tempo liefen. Das ging auch lange so weiter, aber dann kam km 16 und ich bin total eingebrochen und es ging nichts mehr.

Mein Mitläufer hat sich dann auch verabschiedet, da ich ihn nicht bremsen wollte. Mehr schlecht als recht habe ich mich dann noch laufend (eher stolpernd) und gehend bis zum Birkenberg durchgekämpft. Mein linker Knöcheln fing jetzt auch noch an zu zwicken. So jetzt bin ich an der Verpflegestation auf dem Birkenberg, ich weiß es ist nicht mehr weit, aber die Beine wollen nicht mehr, so musste ich bis zum Friedhof gehen.

Dann kamen noch ein paar Läufer, die mich motivieren konnten, so bin ich wieder in leichten Laufschritt übergegangen und es ging auch wieder, dann kam die Kölner Straße, das Ziel schon in Sicht, jetzt kämpfe ich gegen den Schweinehund und versuche wieder Tempo aufzunehmen, aber dann kam zum Knöchel auch noch Zwicken in den Waden. Aber so kurz vor dem Ziel wollte ich nicht wieder gehen, deshalb Zähne zusammen beißen. Und ich habe die Zeit die ich erreichen wollte noch überboten 2:28 Stunden und glücklich im Ziel.

Nachdem ich wieder einigermaßen atmen konnte sage ich mir, wie kann man sich sowas nur freiwillig antun. Heute habe ich mich zur Arbeit geschleppt, habe starke Schmerzen in den Schultern (Warum auch immer) und kann meine Beine kaum bewegen. Und was schließe ich daraus?! Nächstes Jahr machst du alles Besser und quälst dich nochmal. :-)

Also auf ein Wiedersehen nächstes Jahr hoffentlich ohne Einbrüche und hoffe alle Mitläufer des EVL-Halbmarathons hatten auch noch einen schönen Tag gestern.

PS: Deutschland hat dann ja auch noch gewonnen! :-)

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Respekt!

Ich bin gestern auch mitgelaufen und weiß von den kleinen Steigungen die dann quasi zum Berg heranwachsen und ich kenn die Ecken wo deine Beine nicht mehr wollten. Wie viele Leute kennst du, die aber so eine Leistung überhaupt schaffen? Und was solls, Zeiten sind nicht alles. Alleine das Gefühl, wenn man die Kölner Strasse ins Ziel einläuft und die Zuschauer einen anpeitschen!

Bis nächstes Jahr!!!
Übrigens - ich hab die Kenianer gar nicht gesehen :-)

Gruß
Rainer

Glückwunsch

Dieses Gefühl kennt eigentlich jeder von irgend einem Lauf, den er erfolgreich beendet. Das mit den Nachwehen geht wieder weg und schon bal wirst Du Dir ein neues Ziel, eine neue Herausforderung suchen. Viel Spaß dabei.
www.laufpar-stechlin.de

Gratulation ...

... und weiter so! Du kannst stolz auf Dich sein.
Ich bin letzte Woche meinen ersten HM in 02:33:00 gelaufen und hatte ab KM 18 meinen Einbruch (Gehpause für 1,5 KM musste sein). Aber als ich dann im Ziel war, war das Glücksgefühl doch überwältigend. Der Muskelkater verflog dann auch nach 2 Tagen, sodass ich nun aufs nächste Jahr hinarbeite ;-)... Und diesmal laufe ich durch... Und du auch ;-))

Viele Grüsse
Tina

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